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Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon glan » 12. Jan 2012 23:34

Vielleicht kann ich etwas hierzu beitragen.

Man kann bei Bent verschiedene Prüfungen ablegen, die den Stand des Könnens festhalten. Um daran aber überhaupt teilnehmen zu dürfen, muß man entweder durch ihn ausgebildet worden sein, oder von einem seiner Ritter vorgestellt werden.

Die einfachste Prüfung ist die des Wappenträgers, dann Ritter (1-5), Meister, etc.

Neuerdings gibt es auch Bent Branderup Trainer. Das heißt der Begriff ist geschützt und unterliegt auch bestimmten Vorraussetztungen. Bundesweit gibt es nur 8 offizielle Trainer.

Bent orienierte sich an den alten Meistern, wie Xenophon, Pluvinel, Guérinière, Newcastle oder Steinbrecht um einige zu nennen.

Um den Unterschied zu erklären müßte man genau wissen von welchen "klassischen Reitweise" die Rede ist.
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Fellohr » 12. Jan 2012 23:46

Würde mich freuen, wenn die verschiedenen klassischen Reitweisen mal wer erklärt - von einigen hbt man mal gehört ggf. mal was gesehen, doch ists "irgendwie alles klassisch". Ich kenne eine Schülerin von Bent - weiss aber nicht ob sie irgendwelche Prüfungen abgelgt hat bei ihm.

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon glan » 13. Jan 2012 00:51

Oje...da tu ich mich auch schwer. Da ich nicht im einzelnen weiß auf wen die Reitweise fußt.

Gelese habe ich Pluvinel und in Teilen Guérinière, auch einiges von Baucher.

Also ja, generell gehen alle alten Meister von der Gebrauchsreiterei aus. Auch die iberische Reitweise fußt darauf, wenn auch auf die Arbeit mit Rindern.

Pluvinel war einer der wichtigsten Vertreter der gewaltfreien Lehrmethode in der Reiterei. Pluvinel war der Ansicht, dass das Pferd durch Verständnis für seinen Charakter, Lob und Geduld auch ohne Gewalt zur Mitarbeit gebracht werden könne. Diese gewaltfreie Methode sollte zur Leistungsfähigkeit des Pferdes beitragen und sein Leben verlängern.

Das Ausbildungsprogramm der Cadre Noir basiert auf den Methoden Bauchers. Francois Bauchers Reittheorien bestanden maßgeblich darin, den Pferden mit Hilfe von Gewalt jeglichen Willen und jede Initiative zu nehmen. Bauchers Methoden waren und sind bis heute umstritten, einige Dinge jedoch haben sich durchgesetzt. So sagt man Baucher beispielsweise die Erfindung der Einer-Galoppwechsel nach. (Die andere widerum als Passgang ablehnen)

Die Spanischen Hofreitschule arbeitet nach den Methoden von François Robichon de la Guérinière. Im Gegensatz zu Antoine de Pluvinel, seinem Vorgänger in der gewaltfreien Schule, sah Guérinière die Ausbildung des Pferdes als eine Vervollkommnung der Natur und wollte damit in einigen Bereichen, wie zum Beispiel dem Galopp, über die natürlichen Bewegungen der Pferde hinausgehen.
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Nedserd » 13. Jan 2012 14:15

Das hört sich für mich an wie in einer Sekte :?:
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon glan » 13. Jan 2012 14:23

Nicht sektenhafter als jedes andere profitorientierte Unternehmen
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon sugar1987 » 13. Jan 2012 14:26

Nedserd hat geschrieben:Das hört sich für mich an wie in einer Sekte :?:


'Wie kommst du da denn drauf? :-/ War das jetzt nur den Bauchgefühl? Oder wie meinst du das?
...Ab sofort wieder mit Pferd...
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Fellohr » 13. Jan 2012 14:32

Also Sektenhaft wirkt auf mich ein Alexandre Nezerov mit seiner fragwürdigen Akademie..... die klassischen Reitweisen sind ja sehr offen - wie auch die FN-Reitweise oder der Western-Stil - man muss sich nur damit befassen. Da es aber sooo viele verschiedene Lehrmeister der klassischen Reitweise gibt ( glan nannte ja nur ein paar wenige) ist es alles irgendwie auf dem ersten Blick undurchschaubar... ich denke daher, dass das abschreckt. So geht mir das zumindest und ich muss mich richig gehend zwingend da nicht zu sehr in Schubladen zustecken, nur weil ich keine Ahnung hab !

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Nedserd » 14. Jan 2012 01:10

Ferdinand hat geschrieben:

Der Anwärter zur Ritterschaft muss von seinem Lehrmeister zur Prüfung angemeldet werden. Dieser erklärt dem Ersten Großmeister oder dem von ihm gewählten Richter, die Beweggründe für die Empfehlung des Anwärters zur Prüfung und verdeutlicht seine Stärken und Schwächen. Die Ritter versammeln sich nach der Prüfung, zur Begrüßung neuer Ritter und Meister. Jeder Ritter ist bei der Jahrestafel durch Erheben Ihres Gertenknaufs stimmberechtigt und kann das Wort beantragen.

Quelle: http://www.la-selle.com/content/93/115/



Darum Oo Aber wie gesagt ich kenns nicht, kommt mir nur wieder extrem theatralisch vor....
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Froschi » 15. Jan 2012 16:19

Nedserd hat geschrieben:
Ferdinand hat geschrieben:

Der Anwärter zur Ritterschaft muss von seinem Lehrmeister zur Prüfung angemeldet werden. Dieser erklärt dem Ersten Großmeister oder dem von ihm gewählten Richter, die Beweggründe für die Empfehlung des Anwärters zur Prüfung und verdeutlicht seine Stärken und Schwächen. Die Ritter versammeln sich nach der Prüfung, zur Begrüßung neuer Ritter und Meister. Jeder Ritter ist bei der Jahrestafel durch Erheben Ihres Gertenknaufs stimmberechtigt und kann das Wort beantragen.

Quelle: http://www.la-selle.com/content/93/115/



Darum Oo Aber wie gesagt ich kenns nicht, kommt mir nur wieder extrem theatralisch vor....

Ich dachte auch erst an etwas Sekten-haftes
Aber an sich finde ich diese Art und Weise des Reitens relativ positiv

Und zu der Sache das das Reiten eher passiv geschehen muss- der Meinung bin ich auch und versuche das Pferd möglichst wenig zu stören (leider leidet dadurch manchmal das Stellen und Biegen) aber meine RL behauptet dann ständig das ich mich nicht anstrengen wuerde
Bei meiner anderen RL reite ich komischer Weise fast genauso und da läuft es dann wieder besser und mein Sitz ist auch besser- ist aber ein anderes Thema

Um auf das Thema zurueck zu kommen- Ich weiß nicht genau was ich vom Gesamtpaket halten soll
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon glan » 16. Jan 2012 08:39

Ich kann verstehen das sich das etwas befremdlich anhört. Und ehrlich ich weiß nicht ob je ich eine Prüfung ablegen werde.

Aber das war für mich auch nie entscheidend. Nachdem Jugendreitabzeichen habe ich auch innerhalb der FN nie weitere Prüfungen abgelegt, wozu?

Entscheidend ist für mich wie Bent reitet und wer ihn je gesehen hat, weiß wovon ich rede. Die Pferde scheinen durch Gedankenkraft gesteuert. Freiwillig ohne Druck, so gar mit Freude sieht man sie in der Reitbahn.
Und so beweglich dabei :love:

Zum zweiten schaut euch das mal an

http://www.youtube.com/watch?v=PDIPPQVw ... r_embedded


Zur Info Hugin ist 25 Jahre alt, blind, beide Sprunggelenke und das Krongelenk vorne links waren durch einen Unfall zertrümmert woren. Das Griffelbein hinten rechts war gebrochen, überlappt zusammengewachsen und durch die Teilstelle der Sehnen hindurch verknorpelt.

Hier ist die Dressur für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur!!!

Ohne Gesunderhaltung und Stützung der Muskulartur wäre dieses Pferd sicher nicht mehr zu solcher Leistung fähig.
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Talon » 16. Jan 2012 13:36

Man darf bei den ganzen Trainern, RL, Gurus etc. nur eins nie vergessen:

Das Publikum bekommt immer nur die Pferde vorgeführt, die es bei diesem Trainer "geschafft" haben. über die ganzen "vierbeinigen Leichen" die, und davon bin ich überzeugt, mit Sicherheit JEDER Trainer, egal nach welcher Reitweise und Philosophie er nun unterrichtet, "im Keller hat", wird nie auch nur ein Sterbenswörtchen verloren. Und ich glaube, in diesem Punkt unterscheiden sie sich auch allesamt nicht voneinander. Denn letztendlich will jeder "Gefolgschaft erzielen" und mit dieser sein Geld verdienen.

Klar, man kann sich alles und jeden Mal anschauen - das macht einen ja nicht dümmer ;) - aber mit zu viel Überschwang an Begeisterung bin ich eher vorsichtig.
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon glan » 16. Jan 2012 15:19

Tja und da wieder spreche ich ganz eindeutig.

Zumindest kenne ich alle Pferde/Ponys meiner Ritterin und sie hat alle noch. Keine "Leichen" vorhanden.
Ihr Pony ist 28 und ihre Pferde 18, 14 und 8 Jahre alt. Alle hat sie bereits im Alter von 3 Jahren gekauft und selbst ausgebildet.

Ich weiß nicht wie lange Bent Hugin schon hat, die letzten 16 Jahre sicher und da die Ausbildung ca. 6-8 Jahre dauert und er damals schon alle Lektionen ging...

Alle seine anderen Pferde hat er selbst ausgebildet und nach wie vor bei sich im Stall! Logische Konsequenz nach 8 Jahren Ausbildung ist das natürlich sein Kapital.

Sicher will er sein Geld verdienen, was er ja über seine Lehrgänge, Prüfungen und Trainer Lizenzen tut.

Aber ich hab es ja auch gesehen und mich selbst überzeugt. Sonst wäre ich wahrscheinlich sogar noch kritischer als du ;)
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Talon » 16. Jan 2012 15:56

@ glan: Und seit wievielen Jahren kennst Du Deine Ritterin schon? Hast Du wirklich ALLE Pferde gesehen mit denen sie je gearbeitet hat? Ich denke nicht. Denn das waren mit Sicherheit mehr als die drei, die sie momentan in Besitz hat.

Das ist jetzt kein Angriff, oder so, nur hatte die Frau auch schon ein Reiterleben lange BEVOR Du sie kennen gelernt hast.

Es ist ja auch nicht schlimm Fehler zu machen und bei bestimmten Pferden an seine Grenzen zu stoßen. Das ist nur menschlich, wer behauptet, dass er alles kann und richtig macht, der lügt. irgendwann findet JEDER seinen ( vierbeinigen ) Meister. ;)
Zuletzt geändert von Fellohr am 16. Jan 2012 16:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Doppelten Beitrag gelöscht
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon sugar1987 » 16. Jan 2012 16:22

Talon hat geschrieben:...
Es ist ja auch nicht schlimm Fehler zu machen und bei bestimmten Pferden an seine Grenzen zu stoßen. Das ist nur menschlich, wer behauptet, dass er alles kann und richtig macht, der lügt. irgendwann findet JEDER seinen ( vierbeinigen ) Meister. ;)


Wie Wahr :roll: , wie Wahr...

Ich habe noch keinen Reiter gesehen, der seinen Meister noch nicht gefunden hat. Es wird immer Pferde gegeben, die man mit seiner "Reitweise" nicht für sich gewinnen kann
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon glan » 16. Jan 2012 18:05

@ talon Ich kenne sie seit nun mehr 8 Jahren.

Nein, natürlich kenne ich nicht alle Pferde die sie während ihrer Ausbildung je geritten ist.

Aber reiten ist ja ein Prozess, als sie sich ihr Pony kaufte war sie ja selbst jung und machte wie wir alle noch viele Fehler. Reiten war ihr Hobby, heute ist sie Berufsreiterin. Dazu ist sie nicht von einem Tag auf den anderen geworden. Heute ist sie mit Recht Ritterin und wie Bent sagt gar Rittmeisterin.

Den Übergang vom Schüler zum Meister hat sich selbstverständlich schleichend vollzogen d.h. Sie hatte jahrelang Bent täglich an ihrer Seite. Erst viel später hat sie angefangen selbst zu unterichten.

Und Sie ist sicher die Letzte die behaupten würde das sie fertig vom Reiterhimmel gefallen ist :-P
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