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Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Alles zum Thema Gymnastizierung, Ausbildungsskala und Lektionen hat hier seinen Platz

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Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Ferdinand » 4. Jan 2012 01:43

Hallo Leute,

ich beschäftige mich seit einer kleinen Weile mit der Akademischen Reitkunst. Durch den Unterricht bei Kristina Winholz bin ich auf diese Reitart aufmerksam geworden. Sie stellt sich mir als sehr tierfreundliche Reitweise dar, da hier nicht versucht wird mit irgentwelchen Hilfmitteln das Pferd zu bestimmten Lektionen zu zwingen, sondern solche gezielt erarbeitet werden, meist auch durch die Arbeit an der Hand, um das Pferd richtig zu gymnastizieren. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, dass das Pferd "rittig" und entspannt ist.

Man kann nur staunen, wenn man solch eine Eleganz zu sehen bekommt und die Pferde Freude am Reiten haben. Denn das ist für mich ganz wichtig. Ich will nicht hauptsächlich, dass ich eine gewisse Lektion gut kann, sondern dass sich das Pferd dabei auch wohlfühlt und es gern macht. Das Motto meiner Lehrerin ist dabei sehr passend:

„Das Reiten ist eine Kunst, die nicht darin besteht, hohe Schule oder Lektionen zu reiten, sondern in der Kommunikation auf der feinsten Ebene.“ Kristina Winholz - Ritter der Akademischen Reitkunst

Die Ritterschaft der Akademische Reitkunst wurde von Bent Branderupp ins Leben gerufen. Er biete im Internet auch Lernvideos an, für diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben in der Nähe Unterricht bei einem Ritter der Akademischen Reitkunst zu nehmen.

"Kristina Winholz ist zur Zeit in Ostdeutschland die einzige Ritterin dieser Reitweise. Sie besucht sie gerne bei ihrem Pferd und versucht gemeinsam mit Ihnen die Stärken ihres Pferdes zu finden und die Schwächen durch gymnastische Übungen zu verbessern. Dabei ist es ihr nicht wichtig welche Rasse, welchen Ausbildungsstand oder Veranlagung ihr Pferd besitzt.

Durch die Bereitschaft von Pferd und Reiter an sich zu arbeiten (egal welchen Alters), kann eine verfeinerte Kommunikation zwischen Pferd und Reiter verwirklicht werden."

Ich kann nur jedem empfehlen mal einen Blick auf Ihre Seite: http://www.akademische-reitkunst-radebeul.de zu werfen.
Viel Freude beim Lesen ...
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon krümel » 4. Jan 2012 10:09

Hi Ferdinand,

zuerst einmal: Herzlich Willkommen im Forum!

Was du berichtet klingt sehr interessant! Wie lange machst du das denn schon und in welcher Sparte wart ihr vorher unterwegs?

Viele Grüße,
Krümel
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Ferdinand » 4. Jan 2012 10:31

Hallo krümel,

ich mache es leider noch nicht soo lange aktiv... Habe aber auch in der Zwischenzeit Aug und Ohr offen gehalten um wieder neue Zusammenhänge zu ergründen...
Ich reite ausschließlich in meiner Freizeit und will das auch so weiter beibehalten. Vorher war ich auf verschiedenen Gehöften unterwegs... Habe dort aber leider nie den Zusammenhang von Anatomie und "zarten Hilfen" gelernt.

Vorher hat man mir immer eingetrichtert, du musst so und so sitzen, nach dem Reiten hat man schnell Muskelkater bekommen ;) ...
Meine Lehrerin sagte mir neulich: "Reiten ist das einzige was der Mensch passiv machen kann." Daran versuche ich gerade zu arbeiten. Einen leichten Sitz zu haben ohne auf das Pferd ein zu wirken und dann Hilfen zu geben, wenn sich das Pferd vom Schwerpunkt wegbewegt, damit es wieder unter ihn tritt... Aber wie gesagt, ich habe halt noch viel zu lernen...
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Fellohr » 4. Jan 2012 10:37

Auch von mir ein Willkommen bei uns :) vielleicht magst du dich im Vorstellungseck kurz vorstellen, damit wir "ein Gesicht" zu dir bekommen ?Solltest du Probleme haben, ein Avatar einzubinden, stehen wir dir gern zur Seite.

Du sprichst von Rittern ? Ist das die Bezeichnung von BB an seine Schüler die ebenfalls unterrichten ? Erfordert dies gewisse Vorraussetzungen ?

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon SunnySunshine » 4. Jan 2012 21:13

Was macht den das Akademische Reiten aus ? In wie fern unterscheidet es sich von anderen klassischen Reitweisen ?
bin gespannt mehr zu lesen und freue mich auf einen Austausch
nette Grüsse

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Talon » 5. Jan 2012 06:32

SunnySunshine hat geschrieben:Was macht den das Akademische Reiten aus ? In wie fern unterscheidet es sich von anderen klassischen Reitweisen ?


Ich glaube, im Grunde nicht viel! ;) Denke eher, dass man sich bei dieser sog. akademischen Reitweise wieder mehr auf den ursprünglichen Grundgedanken der Dressur und pferdeschonendes Reiten besinnt. Motto: Die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur!

Insofern glaube ich nicht, dass hier das "Rad neu erfunden" wird. Aber immer gut, wenn nochmal auf die alten Lehren hingewiesen wird! :)
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Fellohr » 5. Jan 2012 11:16

Dennoch hat ja jedes Zugpferd einen Namen wie bei den ganzen Guru´s eben auch - jeder hat etwas was man ihm zuschreibt.Geitner mit seiner Dualaktivierung, Roberts mit dem Join up, Parelli mit den 7 Games ect. Mich würde auch interessieren, wdrin sich die genannte Akademische Reitkunst ( nicht Reitweise) von den iberischen und wie sie alle heissen Reitweisen der Klassischen Szene unterscheiden.

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Talon » 5. Jan 2012 11:30

@ Fellohr: Es scheint wohl besonders auf die sog. "Freizeitreiter" zugeschnitten zu sein. Vielleicht, weil da jemand erkannt hat, dass viele davon das Dressurreiten mit Rollkur und Viereck-Gestrampel assoziieren. Mir kommt es so vor, als wolle diese Reitkunst besonders diesem Klientel vermitteln, dass Dressur etwas "Gutes und Wichtiges" ist, was man sich mit dem Pferd ohne Zwang erarbeiten kann und soll.

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Fellohr » 5. Jan 2012 11:36

Talon hat geschrieben:@ Fellohr: Es scheint wohl besonders auf die sog. "Freizeitreiter" zugeschnitten zu sein. Vielleicht, weil da jemand erkannt hat, dass viele davon das Dressurreiten mit Rollkur und Viereck-Gestrampel assoziieren. Mir kommt es so vor, als wolle diese Reitkunst besonders diesem Klientel vermitteln, dass Dressur etwas "Gutes und Wichtiges" ist, was man sich mit dem Pferd ohne Zwang erarbeiten kann und soll.

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In meinen Augen eher Punkte, die alle klassischen Reitweisen vereinen und nicht diese Reitkunst ausmacht. Daher hoffe ich wird sich Ferdinand nochmal äussern.

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Talon » 5. Jan 2012 11:48

Fellohr hat geschrieben:
Talon hat geschrieben:@ Fellohr: Es scheint wohl besonders auf die sog. "Freizeitreiter" zugeschnitten zu sein. Vielleicht, weil da jemand erkannt hat, dass viele davon das Dressurreiten mit Rollkur und Viereck-Gestrampel assoziieren. Mir kommt es so vor, als wolle diese Reitkunst besonders diesem Klientel vermitteln, dass Dressur etwas "Gutes und Wichtiges" ist, was man sich mit dem Pferd ohne Zwang erarbeiten kann und soll.

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In meinen Augen eher Punkte, die alle klassischen Reitweisen vereinen und nicht diese Reitkunst ausmacht. Daher hoffe ich wird sich Ferdinand nochmal äussern.


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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Nedserd » 5. Jan 2012 18:46

Das ist gleich bei mir um die Ecke, aber ich habe davon noch nichts gehört :?:
Und eigentlich kenn ich fast alle Ställe der Umgebung... warscheinlich wirklich eine andere Zielgruppe....
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Ferdinand » 7. Jan 2012 10:02

Natürlich wird das Rat nicht immer neu erfunden. Denke auch, wie Talon bereits geschrieben hat, dass es verschiedene Aspekte der "ursprünglichen Dressur - Lehren" miteinander vereint. Gerade Freizeitreiter waren vll. bisher noch nicht so daran interessiert mit ihrem Pferd Dressur zu reiten. Ich habe es bis dato auch nicht unbedingt lernen wollen. Die Einblicke, die sich mir jedoch durch das Akademische Reiten geboten haben, haben mir vermittelt, dass es für das Pferd wichig und gut ist so zu reiten (im Hinblick auf die Gymnastizierung usw.)

Nedserd hat geschrieben:Das ist gleich bei mir um die Ecke, aber ich habe davon noch nichts gehört :?:
Und eigentlich kenn ich fast alle Ställe der Umgebung... warscheinlich wirklich eine andere Zielgruppe....

... Dann schau doch einfach mal bei ihr vorbei, kann ich wirklich empfehlen :) Sie gibt auch am 24./25. März 2012 im Friesenhof einen Lehrgang (http://www.akademische-reitkunst-radebeul.de/blog-4-lehrgang-akademische-reitkunst-mit-kristina-winholz-am-24-25-m%C3%A4rz) ...
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Fellohr » 7. Jan 2012 11:15

Ok ich denke, dann definieren wir Freizeitreiter anders ;)
Auch der FN ist dadran gelegen, ein Pferd zu gymnastizieren und durch korrektes Reiten das Pferd nicht zu überfordern und/oder zu schaden. Aber wenn dies dein Weg ist - schön!
Magst du noch auf die Ritter eingehen ? Dass versteh ich nämlich nicht

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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Talon » 7. Jan 2012 12:05

Fellohr hat geschrieben:Ok ich denke, dann definieren wir Freizeitreiter anders ;)


Mir wurde bei uns im Stall auch schon mal gesagt, dass ich kein "normaler Freizeitreiter" wäre, weil ich so viel Wert auf Ausbildung und Unterricht lege. Oo

Freizeitreiter heißt bei vielen einfach nur "auf unrittigen Pferden durch den Wald gondeln"...
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Re: Die Akademische Reitkunst eröffnet neue Blickwinkel

Beitragvon Ferdinand » 8. Jan 2012 07:37

Der Begriff Ritterschaft ist eine alte Bezeichnung für eine Zunft von Reitern, die damals für Fürsten- und Königshäuser Pferde professionell ausbildeten. Dieses Können und Wissen soll in der Ritterschaft der Akademischen Reitkunst - zum Wohl des Pferdes - wieder aufleben.

Reiter, die sich für diese Ritterschaft bewerben, sehen das Reiten als Kunstart und sind damit Freizeitreiter im Sinne von Gueriniere (Reiten als Kunst – Lebenskunst – Lebensqualität).
Die Ideale dieser Reiter sind:
- durch systematische, anatomisch-gerechte Gymnastizierung das Pferd gesund und langlebig zu machen
"Die Dressur ist für das Pferd, nicht das Pferd für die Dressur."
- in der Reitkunst dem Pferd einen Lebensinhalt anzubieten, den es auch im hohen Alter mit Würde ausführen kann
- sich zum ernsten Studium dieser Kunst des Reitens zu verpflichten
- den Kreis derjenigen, die sich dieser Kunst widmen, zu vergrößern

Es ist das Ideal eines Ritters, sein Pferd durch Aufrichtung und Hankenbiegung auf der Hinterhand auszubalancieren. Das Maul soll dabei stets vorwärts-abwärts zur Hand suchen, die Hüften werden zwischen den Schenkeln, die Schultern zwischen den Zügeln geführt.
Der Ritter stellt das Ideal der Gebrauchsreiterei, auf deren Grundlage die Kunst basieren soll, dar.
Der Anwärter zur Ritterschaft muss von seinem Lehrmeister zur Prüfung angemeldet werden. Dieser erklärt dem Ersten Großmeister oder dem von ihm gewählten Richter, die Beweggründe für die Empfehlung des Anwärters zur Prüfung und verdeutlicht seine Stärken und Schwächen. Die Ritter versammeln sich nach der Prüfung, zur Begrüßung neuer Ritter und Meister. Jeder Ritter ist bei der Jahrestafel durch Erheben Ihres Gertenknaufs stimmberechtigt und kann das Wort beantragen.

Quelle: http://www.la-selle.com/content/93/115/


Der Begriff Ritter zeigt somit, dass man einen bestimmten Ausbildungsstandart erreicht hat und sich intensiv mit der alten Reitkunst beschäftigt. Das schließt auch ein Seminare zu besuchen, oder sich anderweitig fortzubilden...
Meine Reitlehrerin sieht es auch als Eignungsprüfung zum Beritt, da man bei der Ritterprüfnug ja nur mit eigen ausgebildetem Pferrd "antritt"...

Für mich persönlich noch ein langer Weg... aber jeder Anfang ist schwer und Übung macht den Meister :))
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