Seit längerem Frage ich mich ob ich meinem Pferd beim Dressurtraining bandagieren sollte.
Wisst Ihr viel Schutz Sie wirklich bieten? Was passiert wenn man sie falsch z.B. zu fest anlegt.
Mich würde sehr interessieren wie eure Erfahrungen mit Bandagen sind.
Wer von euch bandagiert sein Pferd und was sind eure Gründe dazu. Ist es wirklich wegen der Schutzfunktion oder doch evtl. einfach das Aussehen? Und wenn ja, legt ihr etwas unter die Bandagen? Ich selbst reite nur selten mit Bandagen, möchte meinem Pferd aber wo ich kann Sicherheit und ein möglichst langes gesundes Leben bieten können.
Freu mich über eure Erfahrungen und Meinungen!
Ganz liebe Grüße Destiny
Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Moderatoren: Shadow, Stoppelhopser
33 Beiträge
• Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
-

Destiny - Eckenausreiter
- Beiträge: 19
- Registriert: 19. Nov 2010 15:38
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Wider noch vieler Meinungen bieten auch Bandagen nur einen Schutz gegen mechanische Einwirkung wie Tritte, Stösse.
Sie stützen NICHT wie oft mals geglaubt die Sehnen und Bänder.
Zu festes bandagieren kann zu einem die Blutzirkulation unterbinden und zum anderen kann es zu Stauhitze kommen - was für Sehnen und Bänder wiederrum sogar schäädlich ist.
Es kommt drauf an, mit welchem Bandagenmaterial man bandagiert - bei Elastikbandagen z.B. IMMER Bandagierkissen benutzen. Man sollte sich das bandagieren von jemandem zeigen lassen, der es kann - den weder zu fest (s.o.) noch zu locker ( rutschten runter -> Stolperfalle) ist gesund.
Für die Arbeit sind (richtig angelegte) Bandagen nicht besser oder schlechter als Gamaschen. Im Stall würde ich sie nicht benutzen, grad wie oftmals genannt wird bei angelaufenen Beinen hier verhindert man die Zirkulation der Lymphe und somit auch den Abfluss. Einzig für Angussverbände wäre es eine Alternative für mich - von Verbänden bei Verletzungen mal abgesehen.
Sie stützen NICHT wie oft mals geglaubt die Sehnen und Bänder.
Zu festes bandagieren kann zu einem die Blutzirkulation unterbinden und zum anderen kann es zu Stauhitze kommen - was für Sehnen und Bänder wiederrum sogar schäädlich ist.
Es kommt drauf an, mit welchem Bandagenmaterial man bandagiert - bei Elastikbandagen z.B. IMMER Bandagierkissen benutzen. Man sollte sich das bandagieren von jemandem zeigen lassen, der es kann - den weder zu fest (s.o.) noch zu locker ( rutschten runter -> Stolperfalle) ist gesund.
Für die Arbeit sind (richtig angelegte) Bandagen nicht besser oder schlechter als Gamaschen. Im Stall würde ich sie nicht benutzen, grad wie oftmals genannt wird bei angelaufenen Beinen hier verhindert man die Zirkulation der Lymphe und somit auch den Abfluss. Einzig für Angussverbände wäre es eine Alternative für mich - von Verbänden bei Verletzungen mal abgesehen.
Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern,
in alle Formen mich kleiden,
in alle Sprachen des Lebens,
um dir einmal wieder zu begegnen.
Friedrich Hölderlin
Wallace 30.11.2011
-

Fellohr - Super Moderator
- Beiträge: 1927
- Registriert: 21. Aug 2009 20:03
- Wohnort: Niedersachsen
- Reitweise: Fellohr-Bespaßer
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
In Sachen Schutzwirkung schließe ich mich Fellohr voll und ganz an. Und die Schutzfunktion gegen Tritte halte ich auch eher für fragwürdig, denn da bieten Gamaschen dann wohl doch die bessere Variante, weil sie stabiler sind und dadurch gegen äußere Einwirkungen wesentlich besser "schützen" können.
Bandagen sind in den meisten Fällen mehr optische Spielerei, als sinnvoller "Schutz".
Tritt dein Pferd sich denn des Öfteren selbst?
Bandagen sind in den meisten Fällen mehr optische Spielerei, als sinnvoller "Schutz".
Tritt dein Pferd sich denn des Öfteren selbst?

-

Ann - Longen-Verknoter
- Beiträge: 381
- Registriert: 12. Sep 2009 12:44
- Reitweise: klassisch
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Schutz von außen, dem stimme ich jetzt auch mal zu. Wie gut der Schutz gegen Verletzungen von außen ist, hängt ja auch davon ab, was man wie bandagiert.
Elastikbandagen würde ich auch mit Unterlegern definitiv nicht ans Pferd machen, weil die Gefahr, das man dem Pferd damit schadet, einfach zu groß ist. Ich für meinen Teil verwende Bandagen IMMER mit Unterlegern. Aber es stimmt schon, das man sich das dringend zeigen lassen sollte.
Sicherlich ist es auch eine Sache der Optik, wenn man Bandagen anstatt von Gamaschen verwendet. Ich habe tatsächlich so einige Bandagen, aber nur wenige Gamaschen, weil ich mein Pferd niemals mit Bandagen in den Wald reiten würde, wenn ich mehr als nur eine Schrittrunde drehe, weil mir das zu gefährlich ist.
Ich habe nur Escadron Unterleger, die zumindestens eine gewisse Restzirkulation ermöglichen. Im Stall habe ich auch keine Bandagen, weil die Gefahr, das man dem Pferd damit mehr Probleme macht als ihm zu helfen, da noch viel Größer ist.
Elastikbandagen würde ich auch mit Unterlegern definitiv nicht ans Pferd machen, weil die Gefahr, das man dem Pferd damit schadet, einfach zu groß ist. Ich für meinen Teil verwende Bandagen IMMER mit Unterlegern. Aber es stimmt schon, das man sich das dringend zeigen lassen sollte.
Sicherlich ist es auch eine Sache der Optik, wenn man Bandagen anstatt von Gamaschen verwendet. Ich habe tatsächlich so einige Bandagen, aber nur wenige Gamaschen, weil ich mein Pferd niemals mit Bandagen in den Wald reiten würde, wenn ich mehr als nur eine Schrittrunde drehe, weil mir das zu gefährlich ist.
Ich habe nur Escadron Unterleger, die zumindestens eine gewisse Restzirkulation ermöglichen. Im Stall habe ich auch keine Bandagen, weil die Gefahr, das man dem Pferd damit mehr Probleme macht als ihm zu helfen, da noch viel Größer ist.
-

GilianCo - Gebiss-Auswascher
- Beiträge: 660
- Registriert: 30. Aug 2009 16:42
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Meiner geht naggisch
Seit ich irgendwo einen Artikel gelesen habe, dass bei bandagierten Beinen (beim Reiten/Longieren..) bis zu 70 Grad unter der Bandage sind kämen mir die sowieso nicht ans Pferd. Bei Gamaschen gibt es welche, die die Stoßkraft, die auf das Bein wirkt noch verstärken- schluck! Also, auch nichts für uns. Ich meine, das steht irgendwo auf der Cavalloseite im Archiv.
Wobei ich gerne zugebe, dass es schon schick aussieht, wenn ein Pferdchen gestxlt und bandagiert übern Platz "tanzt"
Rein für Fotozwecke würde ich auch mal Bandagen ans Pferdebein machen. Sonst nicht.
Seit ich irgendwo einen Artikel gelesen habe, dass bei bandagierten Beinen (beim Reiten/Longieren..) bis zu 70 Grad unter der Bandage sind kämen mir die sowieso nicht ans Pferd. Bei Gamaschen gibt es welche, die die Stoßkraft, die auf das Bein wirkt noch verstärken- schluck! Also, auch nichts für uns. Ich meine, das steht irgendwo auf der Cavalloseite im Archiv.
Wobei ich gerne zugebe, dass es schon schick aussieht, wenn ein Pferdchen gestxlt und bandagiert übern Platz "tanzt"
Rein für Fotozwecke würde ich auch mal Bandagen ans Pferdebein machen. Sonst nicht.-

Licke - Mittellinien-Anhalter
- Beiträge: 291
- Registriert: 27. Okt 2009 20:05
- Reitweise: Klassik, Gelände
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Bin ein grundsaetzlicher Gegner von Bandagen und benutze sie echt nur fuer Angussverbaende -gottseidank eher selten. Beim Training traegt der Hengstbert gut gearbeitete Reiningboots und nicht mehr, im Gelaende gar nix !
"Jedes Pferd hat einen Fehler -
er hat zwei Beine und sitzt auf seinem Ruecken"
er hat zwei Beine und sitzt auf seinem Ruecken"
Vollblutarabergestuet
"al sana'a arabians"
Brannan 21
7550 Hommelvik
Norwegen
"al sana'a arabians"
Brannan 21
7550 Hommelvik
Norwegen
Put some class under your ass - ride an arabian horse !
-

El Samraa - Handwechsel-Sager
- Beiträge: 171
- Registriert: 2. Sep 2009 09:49
- Wohnort: Hommelvik / Norwegen
- Reitweise: Western
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Der alte Herr hat wegen angelaufenen Beinen im Stall gerade immer Bandagen drauf. Wir verwenden immer Unterlagen.
Das sind (glaub ich mal) Elastikbandagen. Ich wollte ihm auf Weihnachten evtl. eh neue kaufen, allerdings eher, weil mir die Farbe der jetztigen nicht gefällt. Wenn aber Elastikbandagen eh nicht gut sind, hat's jetzt noch nen zweiten, viel wichtigeren, Grund.
Jetzt hab ich aber doch noch ein paar Fragen:
D. h. bei angelaufenen Beinen bewirken sie eher das Gegenteil?
Was würde denn sonst helfen (außer mehr Bewegung - da bin ich als RB machtlos)
Aus welchen Gründen denn keine Elastikbandagen? Und welche sind besser - Fleecebandagen?
Zeigen lassen hab ich's mir zwar, aber:
Er hat die über Nacht dran. Ich mach sie drauf, wenn ich Nachmittags im Stall war (so gegen 17.00 Uhr) und sie kommen frühestens zum Frühstück umn 9.00 hr wieder runter. Wenn sie mal nicht auf die Koppel, sondern nur auf's Paddock oder in die Halle kommen, bleiben sie ganz drauf ( 23 h am Tag Bandagen find ich allerdings nicht gerade optimal?!) Klar, dass in der Zeit mal was verrutschen kann, wenn sie nicht fest genug sind. Wenn ich sie allerdings so fest ziehe, dass nichts verrutscht, find ich es ZU fest. (Ich zieh jetzt nicht gerade gewaltätig an, aber es ist halt schon fest). Lass ich's lockerer, sind sie am nächsten Tag runtergerutscht (nicht total dramatisch, aber sie sitzten einfach nicht mehr da wo sie sein sollten). Das ist jetzt zwar über's Internet höööchst schwierig zu beurteilen, aber kann es sein, dass ich sie zu fest ziehe? Oder bilde ich mir das eher nur ein?
Das sind (glaub ich mal) Elastikbandagen. Ich wollte ihm auf Weihnachten evtl. eh neue kaufen, allerdings eher, weil mir die Farbe der jetztigen nicht gefällt. Wenn aber Elastikbandagen eh nicht gut sind, hat's jetzt noch nen zweiten, viel wichtigeren, Grund.
Jetzt hab ich aber doch noch ein paar Fragen:
Fellohr hat geschrieben:Für die Arbeit sind (richtig angelegte) Bandagen nicht besser oder schlechter als Gamaschen. Im Stall würde ich sie nicht benutzen, grad wie oftmals genannt wird bei angelaufenen Beinen hier verhindert man die Zirkulation der Lymphe und somit auch den Abfluss.
D. h. bei angelaufenen Beinen bewirken sie eher das Gegenteil?
Was würde denn sonst helfen (außer mehr Bewegung - da bin ich als RB machtlos)
GilianCo hat geschrieben:Elastikbandagen würde ich auch mit Unterlegern definitiv nicht ans Pferd machen, weil die Gefahr, das man dem Pferd damit schadet, einfach zu groß ist. Ich für meinen Teil verwende Bandagen IMMER mit Unterlegern. Aber es stimmt schon, das man sich das dringend zeigen lassen sollte.
Aus welchen Gründen denn keine Elastikbandagen? Und welche sind besser - Fleecebandagen?
Zeigen lassen hab ich's mir zwar, aber:
Er hat die über Nacht dran. Ich mach sie drauf, wenn ich Nachmittags im Stall war (so gegen 17.00 Uhr) und sie kommen frühestens zum Frühstück umn 9.00 hr wieder runter. Wenn sie mal nicht auf die Koppel, sondern nur auf's Paddock oder in die Halle kommen, bleiben sie ganz drauf ( 23 h am Tag Bandagen find ich allerdings nicht gerade optimal?!) Klar, dass in der Zeit mal was verrutschen kann, wenn sie nicht fest genug sind. Wenn ich sie allerdings so fest ziehe, dass nichts verrutscht, find ich es ZU fest. (Ich zieh jetzt nicht gerade gewaltätig an, aber es ist halt schon fest). Lass ich's lockerer, sind sie am nächsten Tag runtergerutscht (nicht total dramatisch, aber sie sitzten einfach nicht mehr da wo sie sein sollten). Das ist jetzt zwar über's Internet höööchst schwierig zu beurteilen, aber kann es sein, dass ich sie zu fest ziehe? Oder bilde ich mir das eher nur ein?
Weine nicht weil es vorbei ist,
lächle weil es schön war
lächle weil es schön war
S Leaba isch a Ponyhof!
-

Knoppers - Longen-Verknoter
- Beiträge: 359
- Registriert: 30. Aug 2009 16:51
- Wohnort: Bayern
- Reitweise: Freizeit Englisch
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Knoppers hat geschrieben:
Jetzt hab ich aber doch noch ein paar Fragen:Fellohr hat geschrieben:Für die Arbeit sind (richtig angelegte) Bandagen nicht besser oder schlechter als Gamaschen. Im Stall würde ich sie nicht benutzen, grad wie oftmals genannt wird bei angelaufenen Beinen hier verhindert man die Zirkulation der Lymphe und somit auch den Abfluss.
D. h. bei angelaufenen Beinen bewirken sie eher das Gegenteil?
Was würde denn sonst helfen (außer mehr Bewegung - da bin ich als RB machtlos)
Naja das Gegenteil nun nicht aber - die Lymphe also die Flüssigkeit die sich bei "angelaufenen" Beinen dort absetzt ( man staune, die Beine sind eben der tiefste Punkt - es lebe die Physik inkl. Schwerkraft) muss sich quasi ja auch wieder bergauf kämpfen um "weg zu gehen". Der Fluss wird/kann einfach gestört (werden). Ausserdem kann es auch sein, dass das Bindegewebe "den Job kündigt" weil ihn ja jemand anderes tut und einfach schwach wird - was auf Dauer gesehen öfters angelaufene Beine bedeutet, weils Bindegewebe nicht mehr so straff ist und sich somit schneller Lymphe dort absetzt.
Was du tun kannst : Kalt/Warm wechsel - bei den aktuellen Temperaturen Max. 2 Min mit Wasser kühlen, dann trocken tupfen.
Ausseredem ausstreichen - dazu sollte man aber zu 100% eine Entzündung ausscliessen können. Am besten lässt man sich das mal zeigen von jemandem der Ahnung hat.
Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern,
in alle Formen mich kleiden,
in alle Sprachen des Lebens,
um dir einmal wieder zu begegnen.
Friedrich Hölderlin
Wallace 30.11.2011
-

Fellohr - Super Moderator
- Beiträge: 1927
- Registriert: 21. Aug 2009 20:03
- Wohnort: Niedersachsen
- Reitweise: Fellohr-Bespaßer
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Ich persönlich würde bei angelaufenen Beinen nie bandagieren, zugegeben, Bandagen erfüllen oft ihren Sinn und die Beine schwellen nicht mehr so stark an - Bandagen behindern aber immer die Bluzirkulation und den ungestörten Ablauf der Lymphflüssigkeit, durch den Druck auf das Gewebe kann es auf Dauer zu einer Schwäche des Bindegewebes kommen. Deshalb würde ich lieber der Ursache auf den Grund gehen und dann ggf. mit Lympfdrainage, Einreibungen, Kneipgüssen, Bewegung und angepasstem Futter dagegen vorgehen.
Das Thema Elastikbandagen ist immer eine Streitfrage, ich für meinen Teil, verteufel sie nicht und nutze sie viel zum reiten. Wenn man manierlich bandagiert (natürlich immer mit guter und passender Unterlage) ist das auch überhaupt kein Thema, kritisch wird es wenn etwas anfängt zu rutschen und somit einschnüren kann. Sicherer ist man da mit Baumwollbandagen (wobei die nicht nass werden sollten durchs Einstreu oder Matsch) bzw noch mehr, mit Fleecebandagen.
Wie fest man die Bandagen wickeln sollte, kann man ganz gut an sich selbst testen - einfach mal einen Abend lang die Wade mit einer Bandage einwickeln. Du hast dir sicher schon mal einen Verband selbst angelegt, da gibt es eine Druckstärke die stabil, aber dennoch nicht unangenehm ist.
Das Thema Elastikbandagen ist immer eine Streitfrage, ich für meinen Teil, verteufel sie nicht und nutze sie viel zum reiten. Wenn man manierlich bandagiert (natürlich immer mit guter und passender Unterlage) ist das auch überhaupt kein Thema, kritisch wird es wenn etwas anfängt zu rutschen und somit einschnüren kann. Sicherer ist man da mit Baumwollbandagen (wobei die nicht nass werden sollten durchs Einstreu oder Matsch) bzw noch mehr, mit Fleecebandagen.
Wie fest man die Bandagen wickeln sollte, kann man ganz gut an sich selbst testen - einfach mal einen Abend lang die Wade mit einer Bandage einwickeln. Du hast dir sicher schon mal einen Verband selbst angelegt, da gibt es eine Druckstärke die stabil, aber dennoch nicht unangenehm ist.
"Pferdeverstand ist das, was Pferde davon abhält, auf künftiges Verhalten der Menschen zu wetten."
(Oscar Wilde)
(Oscar Wilde)
-

Stoppelhopser - Moderator
- Beiträge: 419
- Registriert: 28. Aug 2009 22:05
- Wohnort: BaWü
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Ich hab Fesselkopfgamaschen, Löffelgamaschen, Hufglocken und eben auch Bandagen.
Ich benutze diese Dinge hauptsächlich dann, wenn ich mit Stangen arbeite, an Seitengängen und Wendungen arbeite oder bei uns in den Wald gehe. Bei uns im Wald sind unter dem Laub viele Wurzel und auch ansonsten kann man über einige Dinge reiten. Er ist "nur" meine Rb und da will ich eben dass da nichts passiert. Wenn ich so reite, an seinem Schwung und Nachgiebigkeit etc arbeite, dann brauche ich keinen Schutz. Ansonsten ist er mir mit den Füßen noch etwas ungeschicktl, tritt sich oft auf die Fuße und so..
Ich benutze diese Dinge hauptsächlich dann, wenn ich mit Stangen arbeite, an Seitengängen und Wendungen arbeite oder bei uns in den Wald gehe. Bei uns im Wald sind unter dem Laub viele Wurzel und auch ansonsten kann man über einige Dinge reiten. Er ist "nur" meine Rb und da will ich eben dass da nichts passiert. Wenn ich so reite, an seinem Schwung und Nachgiebigkeit etc arbeite, dann brauche ich keinen Schutz. Ansonsten ist er mir mit den Füßen noch etwas ungeschicktl, tritt sich oft auf die Fuße und so..
-

Loddar - Handwechsel-Sager
- Beiträge: 138
- Registriert: 5. Okt 2009 23:53
- Wohnort: Hamburg
- Reitweise: Western
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Noch mal zu den angelaufenen Beinen: Mein Pferd hat auch immer angelaufene Beine gehabt. Kenne ich von ihm fast nicht anders. Hab es mal einen Winter mit ein paar mal bandagieren versucht, und hab das schnell wieder sein lassen. Man konnte genau sehen, bis wo die Bandage ging... darüber war es nämlich auch noch angelaufen, darunter "flachgedrückt". Das ist also rein die Optik.
Von daher bin ich mittlerweile ein Fan (hatten wir das nicht auch schon mal) von BoT. Mein Pferd hat von mir im letzten Winter Stallgamaschen bekommen. Die kann man so ums Pferd machen, das sie definitiv nicht komprimieren (und nichts anderes ist es ja, was beim bandagieren in der Box die Beine dünn hält). Nach einer Woche waren die Beine nur noch minimal angelaufen (vor allem war das eine Bein was schon einige Sehnenschäden hatte, etwas angelaufen, aber überhaupt kein Vergleich zu vorher). Aber was mich dann (bin ja auch skeptisch, von Natur aus) überzeugt hat, war das jemand dann mal die Stallgamaschen bei meinem Pferd vergessen hat, und was soll ich sagen, die Beine bleiben jetzt auch dann dünn, wenn die Gamaschen nicht umgemacht werden. Von daher hab ich für das "mein Pferd hat in der Box angelaufene Beine" tatsächlich eine Lösung gefunden, ohne Bandagieren, und obwohl mein Pferd durch einen kaputten Rücken etc. nicht Offenstalltauglich ist.
Ich sehe übrigens die Elastikbandagen daher so kritisch, weil es eben eine Gradwanderung ist. Bandagieren als solches ist schon etwas, was man können muß, damit es dem Pferd nicht schadet, daher ist es ja auch so umstritten. (unter anderem). Und Elastikbandagen, da ist das Risiko auch mit Unterlegern noch deutlich größer, das man sie zu locker macht, und sie dann rutschen (weil man vorsichtig ist), oder zu eng (weil man versucht es vernünftig zu machen), und sie dann direkt einschnüren.
Ich habe vor Jahren mal eine Studie im Tierärzteblatt gelesen, wo es um Stützwirkung von Bandagen und Gamaschen ging. Und die Elastikbandagen mußten aus dem Test genommen werden, weil die Pferde die Elastikbandagen getragen haben, sich hingeschmissen haben, weil sie nicht mehr stehen mochten mit den Bandagen, weil sie eben (von wegen Stützwirkung) etwas fester waren. Daher unter anderem würde ich mir definitiv keine holen, es gibt ja genug alternativen. Ich habe überwiegend Fleece, und einige Wollbandagen.
Von daher bin ich mittlerweile ein Fan (hatten wir das nicht auch schon mal) von BoT. Mein Pferd hat von mir im letzten Winter Stallgamaschen bekommen. Die kann man so ums Pferd machen, das sie definitiv nicht komprimieren (und nichts anderes ist es ja, was beim bandagieren in der Box die Beine dünn hält). Nach einer Woche waren die Beine nur noch minimal angelaufen (vor allem war das eine Bein was schon einige Sehnenschäden hatte, etwas angelaufen, aber überhaupt kein Vergleich zu vorher). Aber was mich dann (bin ja auch skeptisch, von Natur aus) überzeugt hat, war das jemand dann mal die Stallgamaschen bei meinem Pferd vergessen hat, und was soll ich sagen, die Beine bleiben jetzt auch dann dünn, wenn die Gamaschen nicht umgemacht werden. Von daher hab ich für das "mein Pferd hat in der Box angelaufene Beine" tatsächlich eine Lösung gefunden, ohne Bandagieren, und obwohl mein Pferd durch einen kaputten Rücken etc. nicht Offenstalltauglich ist.
Ich sehe übrigens die Elastikbandagen daher so kritisch, weil es eben eine Gradwanderung ist. Bandagieren als solches ist schon etwas, was man können muß, damit es dem Pferd nicht schadet, daher ist es ja auch so umstritten. (unter anderem). Und Elastikbandagen, da ist das Risiko auch mit Unterlegern noch deutlich größer, das man sie zu locker macht, und sie dann rutschen (weil man vorsichtig ist), oder zu eng (weil man versucht es vernünftig zu machen), und sie dann direkt einschnüren.
Ich habe vor Jahren mal eine Studie im Tierärzteblatt gelesen, wo es um Stützwirkung von Bandagen und Gamaschen ging. Und die Elastikbandagen mußten aus dem Test genommen werden, weil die Pferde die Elastikbandagen getragen haben, sich hingeschmissen haben, weil sie nicht mehr stehen mochten mit den Bandagen, weil sie eben (von wegen Stützwirkung) etwas fester waren. Daher unter anderem würde ich mir definitiv keine holen, es gibt ja genug alternativen. Ich habe überwiegend Fleece, und einige Wollbandagen.
-

GilianCo - Gebiss-Auswascher
- Beiträge: 660
- Registriert: 30. Aug 2009 16:42
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
GilianCo hat geschrieben:Von daher bin ich mittlerweile ein Fan (hatten wir das nicht auch schon mal) von BoT.
Ich hab in letzter Zeit schon einige sehr positive Erfahrungsberichte gelesen, insofern scheint es bei dir ja kein Einzelfall zu sein

Das mit den Elastikbandagen in dem Test ist wirklich bezeichnend.

-

Ann - Longen-Verknoter
- Beiträge: 381
- Registriert: 12. Sep 2009 12:44
- Reitweise: klassisch
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Bei unserer Truppe sind Elastikbandagen verboten, da es bei einem Auftritt mal zu einem Zwischenfall kam und wenn die Dinger aufgehen ist das bestimmt nicht ohne. Ich habe ausschließlich Fleecebandagen, habe sie aber nur sehr sehr selten drauf (ohne Unterlage), also mehr als Zierde. Er geht also hauptsächlich nackig und tritt sich auch nicht.
Schaut doch mal bei uns vorbei =) : http://abgesattelt.de/viewtopic.php?f=38&t=1156/
vm-fotografie.jimdo.com
vm-fotografie.jimdo.com
-

vmavner - 2.Platz Fotowettbewerb "Füsse "

- Beiträge: 131
- Registriert: 6. Apr 2010 09:45
- Wohnort: Südhessen
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Ich habe vor Jahren mal eine Studie im Tierärzteblatt gelesen, wo es um Stützwirkung von Bandagen und Gamaschen ging. Und die Elastikbandagen mußten aus dem Test genommen werden, weil die Pferde die Elastikbandagen getragen haben, sich hingeschmissen haben, weil sie nicht mehr stehen mochten mit den Bandagen, weil sie eben (von wegen Stützwirkung) etwas fester waren. Daher unter anderem würde ich mir definitiv keine holen, es gibt ja genug alternativen. Ich habe überwiegend Fleece, und einige Wollbandagen.
Super interessant! Irgendwie ja logisch, wenn man bedenkt wie punktuell der Druck der Ränder wird, wenn sie straff gezogen sind - ich befürchte da bringt die beste Unterlage nichts
.Was mich da aber mal interessieren würde... wie sieht das mit den selbstklebenden Verbandsbandagen aus? Auch diese sind doch elastisch und werden oft mit erschreckend geringer Unterlage gewickelt - weißt du da etwas drüber?
(hab ich mir schon öfters Gedanken drüber gemacht)
"Pferdeverstand ist das, was Pferde davon abhält, auf künftiges Verhalten der Menschen zu wetten."
(Oscar Wilde)
(Oscar Wilde)
-

Stoppelhopser - Moderator
- Beiträge: 419
- Registriert: 28. Aug 2009 22:05
- Wohnort: BaWü
Re: Schutz der Pferdebeine. Bandagieren ja/nein?
Ehrlicherweise nein... aber bei uns wird da auch immer eher viel Watte druntergepackt, vielleicht hab ich mir darüber daher noch keine Gedanken gemacht. Und ich gehe dazu noch davon aus, das die meisten TÄ das Verband anlegen gelernt haben, aber nicht jeder Reiter kann bandagieren. (Ausnahmen bestätigen selbstverständlich wieder mal die Regel).
-

GilianCo - Gebiss-Auswascher
- Beiträge: 660
- Registriert: 30. Aug 2009 16:42
33 Beiträge
• Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast
