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Unaufmerksam im Schritt: Ständiges Streichen der Hinterbeine

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Unaufmerksam im Schritt: Ständiges Streichen der Hinterbeine

Beitragvon Shadow » 25. Aug 2010 20:51

L.J. ist im Moment wirklich immer gut dabei und arbeitet toll mit.
Aber sobald ich sie aus der Konzentrationsphase entlasse wird sie zum Tollpatsch.
Grade im Schritt knallt sie ständig - fast bei jedem Schritt - mit ihren Hinterbeinen aneinander.
Unsere Streichkappen sehen schon immer gruselig aus und müssen auch immer dran sein, denn sonst tritt sie sich auf dauer echt alles auf. Auf der Weide gehts ohne, aber bei der Arbeit gar nicht.

Die Frage ist: Darf ich von ihr erhöhte Aufmerksamkeit verlangen, wenn ich sie am hingegebenen Zügel Schritt gehen lasse (Aufwärmphase) oder nach Beendigung der Arbeit ebenfalls am losen Zügel abpusten lasse?
Man merkt total, wann sie sich nicht mehr so sehr auf ihre Füße konzentriert, weils dann immer sehr ryhthmisch "klackert" dank der Streichkappen :(

Damit abfinden, weil so ihr Gang ist, oder fordern, dass sie aufpasst obwohl sie eigentlich nicht mehr konzentriert sein muss?
Ist echt schon fast nervig, wenn jede Sekunde dieses Geräusch kommt und man weiß, dass die Dame sich grade wieder selber über die Hinterbeine latscht :(
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Re: Unaufmerksam im Schritt: Ständiges Streichen der Hinterbeine

Beitragvon Stoppelhopser » 25. Aug 2010 22:05

Schwer zu sagen ;)

Wäre interessant WARUM sie das tut...

Sie läuft auf der Koppel völlig normal und in der Arbeitsphase auch?
Na, ich fange bei solchem Verhalten bzw. Bewegungsmuster immer ganz gerne an zu überlegen, was denn das Pferd davon hat bzw. was es evtl. versuchen könnte, zu entlasten.
Um mal das "Klackern" zu analysieren ;) - es ist nichts anderes, als das der Bogen, in dem die Hinterbeine vorgeführt werden in irgendeiner Form von der Norm abweicht. Sprich, sie führt ihre Hinterbeine nicht in der natürlichen Bewegungsachse nach vorne. "Bequem" in dem Sinne von weniger anstrengend ist dies aber nicht.

Sicher gibt es Typen, die eher patschig laufen, stolpern wenn sie nicht acht geben - die machen das dann aber auch ganz gerne auf der Koppel. Sprich, immer dann wenn von ihnen nicht ausdrücklich gefordert wird ihre Beine zu sortieren. So wie du sie beschreibts, zählt sie dazu aber eher nicht oder?


Macht sie das denn in der Aufwärmphase auch? Also sobald ein Sattel/Reiter drauf ist? Oder hast du eher das Gefühl das sie erst nach einer Arbeitsphase damit anfängt?
An der Longe auch das Problem (in der letzten entspannten Schrittphase)?
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Re: Unaufmerksam im Schritt: Ständiges Streichen der Hinterbeine

Beitragvon Shadow » 25. Aug 2010 22:14

Danke für deine Antwort...
Auf der Koppel macht sie das auch, sobald sie trabt ist das aber z.B. vorbei.
Also nicht unbedingt nur etwas, was durch den Reiter ausgelöst wird.
Sie hat schon einige kleine Macken an den Hinterbeinen, aber mit Streichkappen, etc. rauslassen ist doof, dann gibts bei ihr Druckstellen. So ist es das geringere Übel.
Beim Reiten auf dem Platz / Halle ist der zurückgelegte Weg an einem Stück ja wesentlich länger, also schlägt sie auch öfter dran - daher sind Streichkappen immer dabei.

In der Aufwärmphase ist es am stärksten, hinter beim Trockenreiten geht es, passiert aber auch ab und an.
An der Longe genauso. Überall da, wo man nicht sagt "Mädel, pass auf, konzentrier dich, es wird was von dir verlangt".

Sie steht hinten übrigens öfter relativ eng... Ist ihre Angewohnheit, obwohl der Tragapperat hinten völlig normal gebaut ist (wurde ja kontrolliert dank ihrer ertwas versch. Voderhufen wurde alles gecheckt soweit ich weiß).
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Re: Unaufmerksam im Schritt: Ständiges Streichen der Hinterbeine

Beitragvon Stoppelhopser » 25. Aug 2010 22:53

Auf jeden Fall wichtig sie durch Streichkappen zu schützen, das ist definitiv das kleiner Übel wenn ihr diese ab und an austauschen müsst ;)

Gründe warum sie mit den Hinterbeinen in der Bewegung "aus dem Lot" kommt, kann es natürlich zig verschiedene geben.

Wenn gesundheitlich aber eh alles abgeklärt wurde, würde ich sie eher dazu animieren korrekt zu laufen. Wenn dies ohne weiteren Druck und mit ein wenig Konzentration bei ihr möglich ist, würde ich sie IMMER korrigieren. Das bedeutet ja nicht, das sie nicht mehr entspannen darf, oft genügt da schon ein minimales Auffordern mit dem Schenkel.
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Re: Unaufmerksam im Schritt: Ständiges Streichen der Hinterbeine

Beitragvon Fellohr » 26. Aug 2010 20:53

Habt ihr mal Lammfell versucht gegen die Druckstellen ?
Ich würde den "Schlag"-Verletzungen auch eher vorbeugen - den wenn sie sich erstmal aufgeschlagen hat - heilts nur seeeeeehr schwer, weil sie ja ewig wieder dran schlägt.
Unsere damalige Hanno-Stute hatte dies Problem :( Nicht schön.

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Re: Unaufmerksam im Schritt: Ständiges Streichen der Hinterbeine

Beitragvon Cassini » 2. Sep 2010 10:21

Ich kenne dein Problem mit meiner RB. Er knallt nicht die Beine aneinander, sondern hebt sie nicht an, schlurft also durch die Gegend. Das korrigieren wir IMMER, d.h. auch in Ruhephasen, Aufwärm- und Abreitphasen achten wir auf genügend Fleiß.

Bei dir würde ich das genauso machen: Sobald du das "Klackern" hörst, verlangst du von ihr, dass sie auf ihre Beine achtet. Sobald das Klackern aufhört, kannst du sie ja wieder entspannen lassen - bis das nächste Klackern kommt. Wenn sie nicht auf den Kopf gefallen ist, sollte sie ja irgendwann merken, dass es um ihre Beine geht ;)
Lieben Gruß
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Re: Unaufmerksam im Schritt: Ständiges Streichen der Hinterbeine

Beitragvon Shadow » 4. Sep 2010 19:58

Ihre Hinterbeine sehen eigentlich noch erstaunlich gut aus dafür, dass sie so oft gegeneinander knallt. Oder aber es liegt an den Gamaschen - aber das wären ja immer nur wenige Zentimeter am Pferdebein mehr.

Auf jeden Fall habe ich mich jetzt entschlossen von ihr zu verlangen aufmerksam zu gehen, solange ich im Sattel sitze. Auch wenn es nur das Abreiten ist.
Stoppelhopser hatte mir noch ein paar tolle Ideen und Hilfestellungen geschickt die ich die nächsten Male ausprobieren werde...
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