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"Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

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"Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon splash » 11. Jan 2010 12:01

Hi,

Kennt ihr diese Fronten zwischen Spring - und Dressurreiter? Es wird gegeneinander gewettert und Klischee-behaftete Aussagen hin- und her geworfen .... bei uns am Stall ists wirklich extrem - es sind beide Parteien vertreten - oft ist eine Anlage ja in dem einen oder dem anderen Lager - wir sind wild gemixt :roll:

Wie findet den ihr diese Streitigkeiten? In wewlchem Lager seht ihr euch und was haltet ihr von dem jeweils anderem?
Wie geht ihr damit um, wenn (mal wieder) solch Themen aufkommen, ihr dabei steht?

Bin ernsthaft gespannt, was ihr so berichtet mir fehlen nämlich immer die Worte bei uns im Stall ....
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Talon » 11. Jan 2010 13:37

Nach meiner persönlichen Erfahrung ist es eher so, dass die Dressurreiter ( - ZICKEN :D ) sich GEGENSEITIG angiften und "in die Pfanne hauen", während die Springreiter untereinander sehr viel kollegialer sind. Streitigkeiten ZWISCHEN den beiden Parteien habe ich bisher noch kaum erlebt...
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Mona » 11. Jan 2010 13:49

Ich selber bin auf Turnieren Dressurreiter, ansonsten reite ich beides gern, obwohl ich eigentlich kein Pferd zum Springen habe und auch etwas Schiss hab.

Bei uns im Reitverein sind mehr Springreiter. Liegt wohl auch daran, dass die meisten Kiddies von den Vorstandmenschen Springreiter sind.
Da ich ja nur 1x die Woche vor Ort bin merke ich eigentlich keinen Streit zwischen beiden Fronten, ich denke den gibts bei uns ausnahmsweise mal nicht und wenn, dann scheint es nicht heftig genug zu sein, dass es bis zu mir durchdringt :D

Ich muss aber sagen, dass diese Klischees die beiden Fronten zugesprochen wird nun auch oftmals stimmen.
Zumindestens sehe ich bei Springreitern häufig, dass sie sich nicht die Mühe machen ihr Pferd ordentlich zu gymnastizieren, sondern lieber mit dem Schlaufzügel den Kopf runter ziehen. "Der lässt sich schwer reiten" kommt dann als 'Entschuldigung'. Kann ja nicht sein, dass alle Springpferde schwer zu reiten sind, oder? :D
Bei den Dressurreitern gibts natürlich auch oft das gleiche Spiel... "Ich reite nur heute so, sonst läuft der anders".. Klar :D Was wird den Dressurreitern gesagt, sie sind tussig, zickig und überheblich? Stimmt, gibts aber bei den Springreitern genauso oft...

Ich denke mal es gibt in jeder Sparte schwarze Schafe, da wirds auch immer Streit zwischen beiden Parteien geben.
Es gibt schließlich auch genug Springreiter die ihre Pferde ordentlich reiten und behandeln, genauso wie es bodenständige Dressurreiter gibt, die ihre Pferde ebenso gut behandeln.
Leider sehe ich sowas eher selten, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf :-P :D
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Motte » 11. Jan 2010 13:51

Ich seh das Ganze recht offen und würde mein Pferd zum Beispiel nie in einen reinen Springstall, sowie nicht in einen reinen Dressurstall stellen. Ich reite beides auf einem gewissen gehobenen hauptsächlich freizeitlichen Niveau (Anlehnung an A)und reite auch teilweise Turnier und finde den Zoff zwischen den Parteien sinnfrei. Jeder soll das mit seinem Pferd machen, was er für richtig hält, solange das Pferd davon keinen schaden trägt.
Allerdings kann ich Leute nicht gutheißen, die ihre Pferde tagtaäglich springen und keinen Wert auf gymnastizierende Dressurarbeit legen, da eine gewisse Ausbildung in der Dressur nunmal die Basis für gute Springpferde ist und das auf Dauer einfach nicht gut für Gelenke und Knochen ist.
Das Gezicke in solchen Ställen hab ich bis jetzt (zum Glück) noch nicht kennen gelernt, aber vom Klisché her kennt man ja aus Dressurställen, dass dort gerne mal zum Zicken geneigt und ist und man schief angeguckt wird, wenn die Farben mal nicht zusammen passen. :roll:
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon GilianCo » 11. Jan 2010 19:52

Streitigkeiten habe ich so auch nicht mitbekommen, aber ich gestehe, wenn ich unseren Spring-Bereiter sehe, fühl ich mich in einigen Vorurteilen bestätigt. Er arbeitet auch dressurmäßig, allerdings tut man als Freizeitreiter der ein wenig Ambitionen hat, gut daran, NICHT bei ihm zu reiten, weil er alle Pferde v/a und locker reitet. Das ist ja generell gut, aber wenn das Pferd dann so locker ist, daß man nichts anderes machen kann außer v/a reiten, dann hat das in meinen Augen den Sinn auch verfehlt. Denn ein Springpferd braucht ja, wenn es nur einmal gesprungen wird in der Woche (was bei uns im Winter der Fall ist) Kraft in der Hinterhand, und die bekommt es nicht, wenn es die HH nicht auch kraftmäßig einsetzt. Von einmal die Woche Springen kann die Kraft, die die Pferde an sich brauchen, nicht kommen.

Bestes Beispiel ist ein Dressurpferd, was bei ihm in Beritt war, und jetzt von einer anderen Bereiterin behutsam wieder an die normale Arbeit herangeführt werden muß. Die weiß gar nicht mehr, daß sie schon erfolgreich L gelaufen ist, und wird jetzt halt wieder an die reelle Dressurarbeit rangeführt.
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon minimary » 12. Jan 2010 09:29

Als meine Töchter noch Turniere geritten sind habe ich beide Lager kennen gelernt, die eine war nämlich Dressurreiterin, die andere ist gesprungen. In unserem Verein und Stall waren auch beide Seiten vertreten, aber da gab es untereinander eigentlich kaum Zickereien. Dafür aber auf den Turnieren und da sowohl in den "gegnerischen" lagern als auch jeweils untereinander.
Genau das waren dann auch Gründe, warum meine Töchter irgendwann auf diesen ganzen Zickenterror keinen Bock mehr hatten. Sie wollten einfach Turniere reiten, um vorwärts zu kommen, weil sie Spaß daran hatten usw. Aber diese Erfolgsgier und der Neid der meisten Reiter dort war teilweise unerträglich!
Wenn man will, kann man sicher auf allen Seiten etwas zum Lästern finden! Ist doch das Gleiche wie in er Englisch- und Westernreiterei. Da gibt es doch oft genug die gleichen Zickereien, was besser oder schlechter ist.
Ich find's einfach nur albern!!!
Liebe Grüße
Marion
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Licke » 12. Jan 2010 10:25

Bei uns gibt es auch keine Streitereien. Da macht jeder was er will.
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon GilianCo » 12. Jan 2010 19:19

minimary hat geschrieben:Ich find's einfach nur albern!!!


Das ist denke ich das einzige, was wohl alle hier unterschreiben werden... ich jedenfalls...
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Shadow » 14. Jan 2010 08:46

Talon hat geschrieben:Nach meiner persönlichen Erfahrung ist es eher so, dass die Dressurreiter ( - ZICKEN :D ) sich GEGENSEITIG angiften und "in die Pfanne hauen", während die Springreiter untereinander sehr viel kollegialer sind.


Da haben wir ja schon wieder ein Vorurteil ;) :-P :-P
Ich bezweifel einfach, dass man an der Unterkategorie der Reitsportart festmachen kann, ob diese Personen sozialer, netter, etc. sind.
Fakt ist einfach, dass Reitsport von vielen jungen Mädchen und Frauen betrieben wird und das grade bei dieser puren Östrogen-Ansammlung an einem Ort die typische "Stutenbeißerei" anfängt, dürfte wohl klar sein. Leider neigen die weiblichen Wesen einfach naturbedingt daran, andere schlecht zu machen um selbst besser dazustehen. Zwar sollte man dieses Evolutionsüberbleibsel halbwegs unter Kontrolle haben, aber trotzdem passiert es nunmal am Reitstall häufig, dass Neid und Co. zur Zickerei führen.

Schlimmer finde ich aber diese typischen "ich bin nur Springreiter / ich bin nur Dressurreiter" Leute.
Mag sein, dass der eine mehr auf den Adrenalinkick steht und gerne springt, aber ohne solide und grundlegende Dressurarbeit ist's bald vorbei mit dem Stangenwald. Täglich kann ein Pferd auch nicht springen, ein gymnastiziertes, korrekt an den Hilfen stehendes Pferd fällt nicht vom Himmel und ein ausbalancierter, unabhängiger Sitzt kommt auch nur von der Dressurarbeit.
Andersherum müssen bzw. sollten auch die Dressurpferde zumindest Gymnastiksprünge und Stangenarbeit im Trainingsplan haben - ganz verschließen sollte sich also auch ein Dressurreiter der Arbeit mit Cavalettis & Sprüngen nicht.

Dass das aber selten klappt sieht man ja schon an den Gruppen im www (z.b: Studivz.net) :
"Wenn Dressurreiten einfach wäre hieße es Springreiten" - oder wahlweise eben andersherum.
Klar, die meisten sind dort mit einem Augenzwinkern angemeldet, dennoch sehen viele das auch wirklich so.

Einige scheinen zu vergessen, dass beide Sparten der Reiterei nicht grundverschieden sind, sondern Hand-in-Hand gehen...

So einen Terror finde ich wirklich auch kindisch.
Bei uns am Stall (gemischter Stall für Freizeitreiter und Reiter mit Turnierambitionen) hält sich das noch in Grenzen, allerdings tun sich manchmal auch diese sinnlosen Diskussionen auf bei denen man dann am besten weghört oder sein Pferd striegelt... ;)
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Alia » 14. Jan 2010 18:51

Ich bin ganz klar Dressurreiterin, mit Hand zu alternativen Reitweisen, aber Springen tue ich nur sehr selten (Angst).

Und wenn ich ganz ehrlich bin: Ich habe Probleme mit der Art von (vielen) Springreitern.
Solange sie normal Dressur reiten sind die ja noch ganz in Ordnung, aber wenn es ans Springen geht, in einer normalen Reithalle, werden die zu richtigen Rowdies (schreibt man das so?). Da heißt es "Sprung frei" und ab gehts. Ob da noch jemand hinter dem Sprung langreitet ist da mehr oder weniger egal.
Also bei mir hat bisher noch jeder "richtige" Springreiter das Klischee rücksichtslos erfüllt.

Aber da reg ich mich bei mir drüber auf, da würd ich nicht im Stall rumlaufen und die fertig machen (vor allem bin ich überwiegend mit SPringreitern befreundet XDDD)
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Bananenpony » 14. Jan 2010 19:58

Das sich Spring- und Dressurreiter streiten, hab ich auch schon gehört, aber noch nie so richtig erlebt.
Finde das auch total unbegründet, was macht es denn aus ob man jetzt Dressur reitet oder springt? ;)
Ist man ein besserer Mensch, wenn man jetzt nicht spring/springt??
LG Maren
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Ann » 17. Jan 2010 13:14

Shadow hat geschrieben:Zwar sollte man dieses Evolutionsüberbleibsel halbwegs unter Kontrolle haben


Naja, ehrlich gesagt ist das weniger ein Evolutionsüberbleibsel, sondern vielmehr kulturelle Prägung :)

Mir sind diese Anfeindungen zwischen Springreitern und Dressurreitern bisher eigentlich nur im Internet ziemlich extrem begegnet. In der realen Welt habe ich davon zum Glück noch nicht so viel miterleben müssen. Hätte ich ehrlich gesagt auch keinen Bock drauf, mir gehen diese vorurteilsbehafteten Einteilungen nämlich immer ziemlich auf die Nüsse.
Das ist ähnlich dem ewigen Streit zwischen "Turnierreitern" und "Freizeitreitern".
Da werden Kategorien geschaffen und mit Assoziationen eingedeckt, dabei hat das Ganze mit der Realität letzendlich gar nicht so viel gemeinsam. Albern ;)
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Shadow » 17. Jan 2010 13:38

Ann hat geschrieben:
Shadow hat geschrieben:Zwar sollte man dieses Evolutionsüberbleibsel halbwegs unter Kontrolle haben


Naja, ehrlich gesagt ist das weniger ein Evolutionsüberbleibsel, sondern vielmehr kulturelle Prägung :)



Nein - ist in der Tat mehr oder weniger schon in unseren Genen so "vorprogrammiert", dass wir versuchen auf diese Art unsere Konkurrentinnen aus der Welt zu schaffen. Frauen sind nicht dazu "gebaut" Revierkämpfe mit Muskelkraft auszufechten ;)
Gab es letztens ne recht ausführliche Dokumentation zu.

Natürlich ist vieles auch einfach Erziehung, etc.
Aber "ursprünglich" ist so ein Verhalten schon - auch wenn es keine Rechtfertigung für das Verhalten ist.
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Ann » 17. Jan 2010 14:14

Shadow hat geschrieben:Nein - ist in der Tat mehr oder weniger schon in unseren Genen so "vorprogrammiert"


Nein sorry, das ist absoluter Unsinn.
Dann müssten sich die genetischen Informationen von "Männern" und "Frauen" fundamental unterscheiden, was jedoch in dieser Form nicht der Fall ist. Das jetzt ausführlich darzulegen würde zu sehr ins Off-Topic abdriften, aber diese angeblichen biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es nicht, sie sind gesellschaftlich hergestellt.
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Re: "Springheizer" vs. "Sattelquetscher"

Beitragvon Shadow » 17. Jan 2010 14:26

Ann hat geschrieben:
Shadow hat geschrieben:Nein - ist in der Tat mehr oder weniger schon in unseren Genen so "vorprogrammiert"


Nein sorry, das ist absoluter Unsinn.
Dann müssten sich die genetischen Informationen von "Männern" und "Frauen" fundamental unterscheiden, was jedoch in dieser Form nicht der Fall ist. Das jetzt ausführlich darzulegen würde zu sehr ins Off-Topic abdriften, aber diese angeblichen biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es nicht, sie sind gesellschaftlich hergestellt.



... mag sein, dass da wohl jeder am besten bei seiner Meinung bleibt, aber das definitiv Verhaltensweisen ans Geschlecht gekoppelt sind lässt sich wohl nicht abstreiten ;)
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