Hallo Anonymous

Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

In diese Kategorie gehören alle Themen rund um den Reit- und Pferdesport unabhängig von Reitweise und Reitstil

Moderator: Stoppelhopser

Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Ann » 15. Sep 2009 19:29

Reitbeteiligungen - für manche ein Segen, manchmal ein Fluch.
Dieser Thread soll zum allgemeinen Austausch, fluchen und freuen da sein xD Sowohl aus der Sicht der Pferdebesitzer als auch aus Sicht der Reitbeteiligungsmenschen.

Erzählt mal, wie ist es euch so ergangen.
Seid ihr schonmal ein Pferd mitgeritten/reitet ihr eins mit oder hattet/habt ihr eine/n Mitreiter für euer Pferd?
Positive Erfahrungen/negative Erfahrungen?
Tipps zur Suche?

Immer her damit :)


Ich hatte trotz eigener Pferde kurzzeitig mal eine Reitbeteiligung - und habe damit leider keine guten Erfahrungen gemacht. Das ging allerdings nur seeehr kurz. War zu dem Zeitpunkt, als ich für meine kleine Ponystute zu klein war und irgendwie Reitunterricht bekommen wollte, was bei uns auf dem Hof eben nicht möglich war. Also bin ich den Wallach einer Bekannten probe geritten. Das war allerdings sooo ein Schlachtschiff, da kam ich mit meinen kleinen Stummelbeinen gar nicht dran :D
Die Besitzer von dem Hof, wo der Wallach stand, suchten zu dem Zeitpunkt einen Mitreiter für ihr neues Schulpferd, nen kleinen gepunkteten Reitponywallach. Bin ich den also auch probe geritten und es war gar nicht so schlecht :D Mit ihm konnte ich dann auch bei der Reitlehrerin meiner Bekannten 1x pro Woche Unterricht nehmen. Fand ich super :) Gleich am nächsten Tag wieder mit dem Rad hingesaust, erstmal nur geputzt und das Pferd betüddelt. Ich wollte nicht gleich reiten, sondern den Kleinen erstmal kennenlernen, also war ich 2x nur so da :)
Dann war der Tag der ersten Reitstunde, wo ich von der Pferdebesitzerin mit Adleraugen beäugt wurde. Ist ja auch ok, ist ja deren Pferd, da fand ich's gut, dass sie sich das angeguckt hat :)
Die Stunde lief total super, zum Schluss lief der kleine Wallach richtig toll und ich hatte ein gutes Gefühl. Abgesattelt...kam die Besitzerin hinter mir her. Jaaa...das sei ja alles versicherungstechnisch schwierig. Und wenn sich das Pferd dann mal vertreten würde, das wär ja schlecht. Weil in so einem Fall schiebt man sich dann ja immer die Schuld zu. Das wäre ja auch doof... Deshalb sollte ich das Pferd also nicht mehr reiten. Na danke? Oo Überlegt man sich sowas nicht normalerweise vorher?
Meine Bekannte hat mir dann später gesteckt, dass die Besitzerin wohl die ganze Zeit am Zaun stand und gemosert hätte. Von wegen ich würde ja mit zu viel Bein reiten. Bittewas?
Im Nachhinein glaube ich eher, dass sie gewurmt war, dass ich bei einer anderen Reitlehrerin Unterricht genommen habe (was aber vorher ja abgesprochen war) und dass sie durch mich nichts verdient hat. Eine Kostenbeteiligung war nämlich nicht im Gespräch, auch wenn ich damit wahrscheinlich nicht mal ein Problem gehabt hätte...
Nunja, wenn man sich fadenscheinige Ausreden einfallen lassen muss, um sowas zu beenden...da kann man auch nur mit den Augen rollen :wuh:

Mittlerweile stehe ich ja auf der anderen Seite, bin eher die, die gerne eine Reitbeteiligung hätte, da meine Stute mittlerweile ausgebildet ist (4 Jahre später xD) und ich während der Vorlesungszeit manchmal zeitlich in Bedrängnis komme.
Deshalb war ich die letzten Wochen auf der Suche nach einer Mitreiterin. Mittlerweile hab ich die Suche abgebrochen...
Wir wohnen hier so weit am vom Padd, dass die Leute mobil sein müssen, also kommen nur volljährige mit Auto oder Roller in Frage...das lässt schonmal viele ausscheiden. Außerdem wollen die wohl alle keine Freizeitpferde :>_<:
Die erste, die ich da hatte, kam ganz gut mit meiner Stute klar. War eigentlich Westernreiterin, hatte aber einen guten Draht zu meiner Stute, da war ich schon ganz froh :D Dann waren wir zum ausreiten verabredet, sie sagte kurzfristig ab ich fragte nochmal nach - und hörte nichts mehr von ihr. Mhmh...ich wusste, dass sie dann im Urlaub war, kein Problem. Aber ne kurze Meldung wäre schon nett gewesen. Nicht gerade sehr zuverlässig, da war ich dann bedient.
Nachdem sie lange aus dem Urlaub zurück war, kam dann irgendwann ne SMS, wann ich denn mal wieder Zeit hätte...
Danke, so nicht. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir ja auch noch keinen Vertrag gemacht, insofern hab ich davon dann abgesehen...

Die nächsten beiden Anwärterinnen waren totale Katastrophen.
Die eine nahm zwar wöchentlich Reitunterricht, war aber von einem zügelunabhängigen Sitz weit entfernt und erzählte mir dann, sie würde auf schnellen Pferden Panik bekommen. Dabei stand in meiner Anzeige deutlich etwas von "Temperamentvoll und flott". War dann ein "am Zügel festhalten und mit dem Popo in den Sattel klatschen".
Gleiches Spiel bei der nächsten, die vorher einen gemütlichen, ruhigen Kaltblüter geritten ist und ein halbes Jahr Pause hatte...
Beide sind vorzeitig abgestiegen, weil sie mit meinem Pferd ganz einfach nicht klarkamen. Ist dann ja auch durchaus legitim. Ich hab mich nur gefragt, warum sich Leute ohne festen Grundsitz um eine Reitbeteiligung bemühen, bei der schon deutlich darauf hingewiesen wurde, dass das Pferd Zunder hat...nuuunja. Dabei waren mir beide sympathisch. Eigentlich sehr schade.

Nach diesen 3 Pleiten hab ich mittlerweile die Nase voll. Die Enttäuschung beim Probereiten und das Gefühl mein Pferd sei ein Untier möchte ich mir dann in Zukunft doch lieber ersparen.
Da ist May wohl zu sehr "Mama-Pferd", als dass das klappen würde ;)


huch, jede Menge Text xD
Da bin ich mal auf eure Erfahrungsberichte gespannt :)
Bild
Benutzeravatar
Ann
Longen-Verknoter
 
Beiträge: 381
Registriert: 12. Sep 2009 12:44
Reitweise: klassisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Shadow » 15. Sep 2009 19:50

Ich kenne ebenso beide Varianten.
War oft RB und hab aber auch mal nach einem passenden Mitreiter fürs Pferd geuscht...

Ich fand es persönlich total schwer eine passende Person für meine damalige Stute zu finden. Zwar war ich selber nur ihre "RB", war aber voll für sie verantwortlich und im Grunde die Besitzerin, da der eigentliche Eigentümer beruflich lange nicht im Lande war - und es auch noch ist.
Gesucht habe ich zunächst am schwarzen Brett des Stalls - am liebsten hätte ich natürlich jemanden gehabt den ich kenne, bzw. die jemandem am Hof kennen, der ihnen das Gesuch weitervermittelt hat.
Parallel hatte ich dann noch eine Anzeige im Internet (regional) geschaltet und in der Zeitung gesucht. Extra dabei stand, dass ich keine Anfänger wünsche, da die Stute sehr anspruchsvoll ist und dass man bitte aus Versicherungsgründen volljährig sein sollte.
Okay, wer hat sich gemeldet? 3 Mütter die fragen wollten ob ihre jeweils 11, 14 und 15 -jährigen Töchter meine Stute reiten dürften. Anfänger, und nur einmal die Woche, und bitte mit Unterricht von mir... :rolleyes:
Nee, is klar - ich such wen der mich entlastet und bind mir noch mehr Arbeit ans Bein... Nö ...

Dann kam ein Studentin die ungefähr mein Alter war, ihre Erzählungen klangen ganz nett. Sie kam auch fürs erste Mal ganz gut mit der Stute zurecht, beim zweiten und dritten Mal auch noch. Wir vereinbareten einen Monat Probe, in der sie sich entscheiden sollte. Meine Stute war schwierig - vielen machte sie Angst, wie ich später erfuhr.
Gut, ich rief sie regelmäßig an um zu fragen wie es lief, immer war "alles gut"...
Irgendwann wunderte ich mich, dass die Ausrüstung immer identisch im Spint hing, wie ich sie zurückgelassen hatte und dass sich mehrere Leute beschwerten, dass ihre Pferde nicht von der Koppel geholt wurden, wo meine RB doch dran war mit reinholen.
Im Endeffekt war sie noch 2 oder 3x da und dann einfach mal 2 Wochen gar nicht ohne dass sie es mir sagte. ich erfuhr es nur, weil ich nachhakte. Meine Große war ihr zu heftig.
Okay, griff ins Klo...
Nach noch einem ähnlichen Versuch mit identischem Ergebnis hab ich aufgegeben und sie lieber rund um die Uhr selber versorgt... Mhmpffff...


Im Moment bin ich selber die RB, hab die Stute bekommen, weil der Besitzer mich noch von oben beschriebender Stute kannte und mich gerne auf seinem Tier sehen wollte ... hehe, ist mir also quasi zugeflogen - musste gar nichts machen...
Das passiert mir in der Tat öfter - auch meine Friesin hatte ich bekommen da mich Leute vom Stall kannten, das Pferd davor ebenso, etc... Luxus, wenn man selber nicht einen Finger krum machen muss, um gute Pferde angeboten zu bekommen :D


In meiner langjährigen "Reiterkarriere" hab ich schon so manche RB hinter mir - also bei Gelegenheit und langen Winterabenden kann ich euch hier Romane erzählen und Stories auftischen, da flattern euch die Ohren weg :D
Benutzeravatar
Shadow
Super Moderator
 
Beiträge: 1653
Registriert: 22. Aug 2009 01:05
Wohnort: Niedersachsen
Reitweise: Englisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Ann » 15. Sep 2009 19:55

Shadow hat geschrieben:Nach noch einem ähnlichen Versuch mit identischem Ergebnis hab ich aufgegeben und sie lieber rund um die Uhr selber versorgt... Mhmpffff...


Ja, so seh ich das ja inzwischen auch.
Bevor man sich dann noch zusätzliche Arbeit aufhalst und am Ende auch noch Ärger, weil das Pferd verritten wird...dann lieber ohne.

Find ich ja klasse, dass du deine neue RB über Kontakte gekriegt hast. Das is wohl der Vorteil an größeren Ställen. Ich hab ja nich so viel Kontakt zu anderen Pferdeleuten aus anderen Ställen, da is das dann entsprechend nich so drin. Leider :/
Bild
Benutzeravatar
Ann
Longen-Verknoter
 
Beiträge: 381
Registriert: 12. Sep 2009 12:44
Reitweise: klassisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Shadow » 15. Sep 2009 20:01

Ann hat geschrieben:Find ich ja klasse, dass du deine neue RB über Kontakte gekriegt hast. Das is wohl der Vorteil an größeren Ställen. Ich hab ja nich so viel Kontakt zu anderen Pferdeleuten aus anderen Ställen, da is das dann entsprechend nich so drin. Leider :/


Wenn ich so nachdenke habe ich nur mit 7 oder 8 Jahren das einzige Mal aktiv eine RB gesucht - danach kam ich immer durch Anfragen der Besitzer an mich zu neuen Pferden.
Jetzt wo ich drüber nachdenke... ja... musste so weit ich weiß nie aktiv suchen.
Selbst beim Stallwechsel wurde mir ein neues Pferd angeboten - weshalb ich dann auch erst den Hof gewechselt habe.
Ja, das ist wohl der Vorteil wenn man in einer Gegend mit vielen Ställen wohnt und dann noch auf einem recht großen Hof reitet.

Was ich mich aber frage ist, warum man sooo oft mit der Suche nach einer Mitreiterin auf die Nase fliegen kann. Ich meine, ich persönlich bin fast immer nur Mitreiterin gewesen (oder zumindest nie auf dem Papier der Besitzer sondern immer nur was Verantwortung und Pflege anging ;)) und finde - ohne das es abgehoben klingt - dass ich meine Sache gut und gewissenhaft erledige und auch gerne Aufgaben übernehme dir mir nicht expliziet 3x aufgetragen wurden.
Warum gibt es dann so viele Griffe ins Klo? Es ist doch wohl nicht zuviel verlangt, wenn ich einfach nach jemandem Suche, der verantwortungsbewusst mit dem Tier und der Ausrüstung umgeht, verlässlich ist und noch ein wenig reiten kann?
Seltsam...
Benutzeravatar
Shadow
Super Moderator
 
Beiträge: 1653
Registriert: 22. Aug 2009 01:05
Wohnort: Niedersachsen
Reitweise: Englisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Ann » 15. Sep 2009 20:20

Shadow hat geschrieben:Es ist doch wohl nicht zuviel verlangt, wenn ich einfach nach jemandem Suche, der verantwortungsbewusst mit dem Tier und der Ausrüstung umgeht, verlässlich ist und noch ein wenig reiten kann?


Scheinbar schon :/
Bild
Benutzeravatar
Ann
Longen-Verknoter
 
Beiträge: 381
Registriert: 12. Sep 2009 12:44
Reitweise: klassisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon MellyABundG » 15. Sep 2009 20:27

Ich habe auch beide Seiten erlebt.
Ich war eine Rb von einer Quarterstute und habe mich um ihr Fohlen gekümmert. Bin sie leider nur einmal geritten.
Dann hatte ich eine weitere Quarter Rb aber irgendwann habe ich sie aufgegeben, da ich gerade mein drittes Pferd
( Beauty) gekauft habe.

Dann hatte ich für Amelie und Gipsy ein Pflegemädchen. Nach ca. einem Jahr wars damit vorbei.. die Eltern stellten immer mehr Anforderungen ( das Mädchen war damals ca. 11 jahre alt).. wollten bei mir immer einen schönen Sonntag verbringen (kamen aus der Stadt) und somit sollte ich sie den ganzen Tag betüddeln.. am besten von Sonntags morgens 9 Uhr bis Abends..usw.

Zwischendurch ritt meine Cousine dann Beauty.. ist auch vorbei, denn sie meldet sich nicht mehr..

Nun habe ich seit ca. einem Monat eine neue Rb für Beauty. Sie ist 10 Jahre alt und es klappt echt super. Sie ist sicher im Sattel und sogar ohne Sattel kann sie gut reiten. Eigentlich wollte sie 2 mal die Woche zu uns kommen aber ich habe es seit heute auf 1 mal die Woche reduziert, da ich viel am arbeiten bin und es zeitlich nicht schaffe. Momentan muss ich ja immer noch dabei sein, wenn sie da ist.

Lg Melly
Das Leben hat keinen Sinn, aus den, den wir ihn geben, wenn wir heute gerade steh´n, vielleicht können wir morgen fliegen... (Culcha Candela)
Benutzeravatar
MellyABundG
Pate
 
Beiträge: 447
Registriert: 30. Aug 2009 17:08

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Alia » 15. Sep 2009 20:47

Ich hab immer gesucht...
VIel zu oft und viel zu lange.
Hatte eine RB auf einer Ponymix Stute, Offenstallhaltung, keine Ausbildung. 50€ im Monat, reinster Wucher. Aber damals wusste ich es nicht besser. Diese Zeit hat mir einiges gebracht, dort habe ich das erste mal was über den RICHTIGEN Umgang mit Pferden gelehrnt, reiten jetzt nicht umbedingt XD
Aufgegeben, weil sie zu klein wurde und weil meine Ansprüche höher wurden...
Danach kam eine 10Jährige Vollblutstute. War nur kurze Zeit auf der Rennbahn, aber ist immernoch gerne schneller geworden :D Ansonsten ein super liebes Tier und eigentlich mein damaliges Traumpferd gewesen. Wäre da nicht die Besitzerin gewesen... Nie beim Pferd, diese hatte regelmäßig stresskoliken, Probleme mit dem Hufschmied, etc. Gesagt wurde mir nie etwas. Einmal kam ich am Stall an, hab alles fertig gemacht, bin aufgestiegen, losgeritten --> Pferd war stockelahm! Kommentar von unserer Boxennachbarin: "Die war gestern da, da hab ich ihr bescheid gesagt und ihr extra noch gesagt, sie solle dir das sagen." Pustekuchen. NIX hat die gesagt. Ans Telefon ist die auch nie gegangen. Die RB musste ich im Endeffekt per Brief kündigen, weil ich die Frau nicht erreicht habe.
Als ich ein Jahr später nochmal an dem Stall war, war die Stute in Pflege von zwei Leuten vom Stall, die Besitzerin hatte sich seit nem halben Jahr nicht mehr blicken lassen, nun kümmerten die beiden sich drum.
Wie ihr seht gibt es nicht nur das Extrem der unzuverlässigen Reitbeteiligung...

Seit dem hatte ich noch 5 Reitbeteiligungen. Außer der letzten keine mehr sehr land oder irgendwelche Beziehung zum Pferd. Dieses Ereignis hat mich in der Beziehung glaube ich etwas unsicher gemacht.

Die letzte RB hatte ich wärend ich mein altes Pferd noch hatte angefangen und ihn auch bis vor kurzem weiter gemacht. Er gehört einer Freundin von mir. Leider hat sie sich nicht getraut mir zu sagen, dass er nun an meinem Tag in professionelle Ausbildung soll, weswegen ich es erst einen Tag vorher erfahren habe und ganz plötzlich keine RB mehr hatte. Zwar habe ich ein eigenes Pferd, aber zu ihm hatte ich doch eine recht gute Beziehung aufgebaut. Es ist sehr schade drum...

Als Pferdebesitzer habe ich bisher natürlich einige Probereiten gehabt, aber erzähl ich erstmal nur von denen, die auch eine RB hatten: Die erste hatte vorher bereits ein eigenes Pferd. Als sie dann anfing mir vorschreiben zu wollen, wie ich Mähne und Schweif meines Pferdes zu schneiden habe, bin ich schon was misstrauisch geworden. Als er dann angefangen hat zu lahmen hat sie nach einer Woche angerufen und gekündigt. "Ich brauche ein Pferd zum weiterkommen." war der kommentar. Sie hat vorher bereits den Hengst vom Stall Probegeritten und als sie die Bestätigung hatte, hat sie mir gekündigt. D.A.N.K.E.
Mittlerweile hängt sie immer noch an Ausbildern fest, weil der Hengst nicht ohne geritten werden darf, reitet keine Turniere oder ähliches, was allerdings ihr Ziel war...
Danach habe ich die Traum RB schlechthin gehabt: Ein Mädchen, dass sich immer um meinen alten mit gekümmert hat. auch wärend er 7Monate stand. Ich hab ihr natürlich die Kosten erlassen, aber sie ist an ihren Tagen trotzdem gekommen, hat ihn Schrittgeführt, mit aufgebaut. Ich bin ihr so dankbar, dass sie bis zum Schluss mitgemacht hat. Würde ich für Amy eine RB suchen: Sie würde ich als erste fragen.
Im Moment habe ich auf Amy nur einen Anfänger aus meinem Stall drauf, der einmal die Woche im Schritt ausreitet. Ob ich den behalte weiß ich noch nicht, mal schauen, was daraus wird. Sollte das nichts werden, frage ich auf jeden Fall meine alte RB, ob sie Amy machen würde.
Benutzeravatar
Alia
Longen-Verknoter
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Sep 2009 20:34

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Motte » 15. Sep 2009 20:49

Ich kenne nur die eine Seite richtig... als Reitbeteiligung!
Dieses Pony hat mich 5 Jahre lang begleitet und es war einfach eine wunderbare Zeit.
Die Besitzerin hatte einen kleinen Privatstall, hat später angefangen noch Reitstunden zu machen und mit dem Pony hatte ich absolut freie Hand, obwohl ich erst 10 Jahre alt war zu dem Zeitpunkt und das Pony alles andere als einfach war.
Im Nachhinein würd ich schon sagen, dass ich wirklich eine zuverlässige RB war und meine Sachen verantwortungsvoll gemacht habe.
Ich durfte so oft kommen wie ich wollte, machen was ich wollte, hab die Pferde reingelassen, rausgebracht, gefüttert, gemistet, abgäppelt und das hab ich alles gerne gemacht. Die einzige Bedingung beim Reiten war, dass ich den Helm aufsetze und nur in Begleitung ins Gelände gehe.


Zwischenzeitlich ist eine Bekannte Ravenna mitgeritten...schrecklich. Ich war damals noch einige Jahre jünger, ich glaube das war vor Ravennas Fohlen, also war ich 13 und war tierisch eifersüchtig. Mir kams dabei so vor, als wär sie tierisch hochnäsig gewesen und meinte, sie könne alles (kann sein, dass ich da bisschen viel reininterpretiert hab ... :D) und ich fands einfach total daneben. Als ich dann geritten bin, meinte sie schlaue Tips geben zu müssen, weil sie Ravenna ja so gut kenne würde und seid dem bin ich da irgendwie abgeneigt, einen Mitreiter zu haben.

Momentan wird Ravenna auch ab und an mal von jemand anderem geritten, aber das sind Stallbekannte, die für mich einspringen, wenn ich es mal nicht schaffe oder gehen auch mal ein Turnier mit ihr.
Ab und an reit ich auch mal eines ihrer Pferde und von daher ist das absolut kein Problem und sehr praktisch!

Aber eine feste RB würd ich für meine Stute echt nicht haben wollen.
"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen."
Kurt Marti

Bild
Benutzeravatar
Motte
Gebiss-Auswascher
 
Beiträge: 717
Registriert: 30. Aug 2009 17:05
Wohnort: Niedersachsen
Reitweise: Englisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Mona » 16. Sep 2009 09:50

Reitbeteiligungen... Mein Thema :>_<:
Ich kenne beide Seiten.

Ich war selber auch mal eine Reitbeteiligung. Zuerst auf meinem jetztigen Pony Gitano. Ich fands toll, konnte fast alles tun und lassen was ich wollte. Hab mir da ziemlich einen zurecht gewurschtelt... :D
Kurze Zeit später bekam ich dann eine zusätzliche RB auf dem 3. Pferd was dort im Stall stand. Das war so furchtbar, hätte ich nicht noch Gitano gehabt, hätte ich aufgehört zu reiten. Aber das Pferd zog ein dreiviertel Jahr später weg.
Gitano hatte ich nie für mich alleine, er war ein "Haltergemeinschaftspony". D.h. er hatte zu seiner Höchstzeit 7 Reitbeteiligungen!!!
Als wir die Pferde (also Gitano und Cristal) zur Hälfte übernommen hatten, hatten wir ja auch gleich noch die ganzen Reitbeteiligungen übernommen. Man glaube es kaum - ich hatte mein eigenes (halbes) Pony manchmal nur 2x die Woche!
Nach und nach ebbte das allerdings ab. Ich weiß gar nicht mehr so genau wieviele es dann waren. Das war auch ungefähr 2002/2003.

2002 bekam Gitano ein kleines Mädchen als RB. Die war ein ganz kleiner Stöpsel, aber Gitano ist ja das totale Kinderpony. J. ritt nie ohne Aufsicht, meistens ritten wir zusammen. Sie war total schüchtern und hatte, so Leid es mir tut, kein Talent zum reiten. Für Gitano ging es, aber irgendwie fehlte er das Talent. Nach 3 Jahren trabte sie immer noch auf der falschen Hand. 2005 hörte sie dann auch auf, sie reitet jetzt auf einem Isihof soviel ich weiß.

2003 war eigentlich das furchtbarste Jahr! Im Mai 2003 meldeten sich zwei Mädchen auf eine Zeitungsannonce. Die eine sollte Gitano reiten und die andere Cristal. Zu dem Zeitpunkt gehörten uns die Pferde dann auch schon ganz. Also hatte der Vorbesitzer mit der Auswahl nichts mehr zu tun.
Jedenfalls ritt K. auf Gitano und L. auf Cristal. Anfangs sollten sie nur auf dem Platz reiten, da Cristal damals schwierig im Gelände war. Ich wollte später dann mal mit einer von den beiden ausreiten gehen und ihnen das Gelände zeigen. Nach 3x reiten fragte mich K. (war die forschere von beiden) ob sie mal ohne meine Aufsicht reiten könnten. Ich meinte "Ok, aber nicht ausreiten, wie abgesprochen!"
Da ich immer auf mein Gefühl höre, fuhr ich an dem Tag, an dem sie alleine reiten wollten, zum Stall. Was fand ich vor? Nichts. Die Pferde waren auch weg! Sie sind tatsächlich ins Gelände gegangen!!!
Kurz darauf gabs ein Gespräch mit den Eltern und den Mädchen, bzw. nur einem, da L. krank war oder so.
Die Eltern von K. und K. selbst waren soooo unfreundlich, das war unfassbar! Die Mutter wedelte mir mit dem Reitpass ihrer Tochter im Gesicht herum und meinte, ihre Tochter dürfte überall hinreiten wo sie wollte, schließlich habe sie einen Reitpass. Alles klar.
Irgendwie regelte sich das wohl alles und ab da an ritten beide alleine. Aber dann gings richtig los! Ein zerrisener Zügel, das Pony hatte sich dabei die Mundwinkel aufgerissen. Wie sie das gemacht haben... keine Ahnung. K. ritt auf Gitano ständig ohne Sattel aus, obwohl ich ihr sagte, sie solle bitte MIT ausreiten. Irgendwann bekam Gitano Gallen an den Vorderbeinen. Und er lief klamm. Wie ich später herausfand, ritt K. mit ihm in einem halsbrecherischen Galopp über Asphalt, etc. Ich rief oft bei ihr an und sagte sie solle Gitano schonen, die Gallen kamen klar von Überlastung. Was tat sie? Sie ritt einfach Cristal dann. Ist klar. Im September gleichen Jahres, also nur ein paar Monate später, kündigten wir K. die Reitbeteiligung. Seitdem hab ich ein echtes RB-Trauma!
L. blieb bis heute :) Also schon seit 6 Jahren. Sie ist eine total zuverlässige Person, sie kommt super mit Cristal zurecht und trauert K. auch kein Stück nach. Leider fängt sie jetzt an in Göttingen zu studieren :(

2004 suchten wir das ganze Jahr nach einer neuen RB für Cristal. Wir hatten so viele Leute da. Und keiner war gut... Die eine war eine Studentin und da sie wesentlich älter war als ich, meinte sie mir schon beim Probereiten klar zu machen, was ich mit MEINEM Pferd falsch mache. Im nachhinein denke ich, dass sie wohl in manchen Dingen recht hatte, allerdings schon beim probereiten der Besitzerin zu sagen was sie falsch macht? Na ja. Zudem meinte sie dann, dass sie nur unregelmäßig kommen konnte. Fiel also weg.
Dann hatten wir so zwei asoziale Mädchen da. Die meinten sie könnten reiten. Konnten sie aber nicht wirklich. Eigentlich gar nicht. Aus Höflichkeit meinte ich, dass sie eine Woch später nochmal zum probereiten kommen könnten, dann würden wir uns entscheiden. Zum Glück kamen sie dann nicht mehr, also fiel die Entscheidung ab.
Dann hatten wir noch ein Mädchen da, welches mit Cristal nur über den Platz galoppierte. Cristal war auf 180 und das Mädchen freute sich total darüber. Wir sagten ihr, dass sie wohl nicht zum Pferd passen würde.
Eine Woche später sah mein Vater sie, wie sie mit einem Pferd eine Straße (Asphalt) bergab galoppierte und sich fast langlegte. Gute Entscheidung unsererseits.

Im August 2004 fanden wir dann endlich eine RB!!! Meine Fastnachbarin (wohnt 3 Häuser weiter) kannte ich schon seit Kinderbeinen an. Sie ritt auch in dem Verein wo ich reiten gelernt hatte. Sie ritt spontan probe, was zwar nicht so mega gut war, aber immerhin besser als alle anderen! Zeitweise hatte ich kleine Probleme mit ihr (als nicht als Person, wie sie geritten hat), aber das ist jetzt alles vergessen. Sie reitet Cristal immer noch und die beiden verstehen sich echt gut. Ich kann mich voll und ganz auf T. verlassen und sie ist inzwischen auch schon zu einer Freundin für mich geworden.
Sie fängt jetzt auch an zu studieren, von daher wissen wir noch nicht genau wie es weitergeht. Ich hoffe sie bleibt ;)

Ende 2005 suchte ich wieder eine RB für Gitano. Als Ersatz für J. Ich bin durch unsere Einstellerin auf sie gekommen. M. war wie J. sehr klein, aber überhaupt nicht schüchtern! XD
Es war schon alles ok, das größte Problem war eher, dass unsere Einstellerin etwas die Führung übernahm und zum Teil etwas über mein Pony entschied. Da hatte ich ein großes Problem mit.
Im November 2006 diagnostizierten wir Arthrose bei Gitano. Im Rücken. Er sollte, wenn er geritten wird, immer den Rücken aufwölben. Das tat er aber bei M. nicht. Sie hatte auch einfach nicht die Kraft dazu. Deswegen kündigten wir ihr die Reitbeteiligung, was uns wohl etwas übel genommen wurde, aber nunja. Ändert ja nichts an der Tatsache.

Ich muss noch zwei Reitbeteilungen erwähnen. Die eine hatte Gitano schon seit 1997 bis ca. 2003 oder 2004. Sie wohnte hinterm Stall und war an sich ganz zuverlässig, hatte aber nach und nach immer weniger Zeit.
Cristal hatte auch seit 1999 bis ebenfalls ca. 2003/2004 eine RB, die dann wegen dem Abi und Studium aufgehört hat. Sie war wie die von Gitano sehr zuverlässig, hatte aber auch immer weniger Zeit.

Wie siehts heute aus? Gitano bleibt RB-Frei und Cristal hat noch eine RB, wobei ich nächstes Jahr wohl wieder eine weitere suchen werde.
Ich freu mich schon drauf Oo

Oha, das war ein Roman.
Mona und ihre Reitbeteiligungen :D
Benutzeravatar
Mona
Sattel-Putzer
 
Beiträge: 454
Registriert: 13. Sep 2009 13:52
Wohnort: Niedersachsen

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Winnermom » 19. Sep 2009 16:19

Ich kenne nur die Besitzer-Seite.
Meine erste RB habe ich für Naschura gesucht, als ich anfing, zu studieren. Ich hatte auf Empfehlung im Stall Glück und habe ein ganz nettes Mädel gefunden.
Als ich letztes Jahr anfing, Nazeem einzureiten bzw. ihn aufs Einreiten vorzubereiten, habe ich wieder nicht genug Zeit für Naschura gehabt und wieder eine RB gesucht. Diesmal dauerte die Suche länger, aber ich habe dann zum Glück - wieder auf Empfehlung - einen ganz zuverlässigen und engagierten Jungen gefunden. Während meiner Schwangerschaft durfte ich dann ja nicht mal Stall misten (vom Reiten ganz zu schweigen) und er hat in dieser Zeit Nazeem und Naschura gemistet... momentan teilen wir uns die Arbeit, da ich durch die Zwillinge wenig Zeit habe.

Generell denke ich, eine RB zu haben ist eine Win-Win-Situation - ich als Besitzer bin entlastet, mein Pferd ist bewegt, und die RB kommt günstig zum Reiten. Wenn ich sehe, dass die RB verantwortungsbewusst und engagiert mit meinem Pferd umgeht, dann lasse ich ihr weitgehend freie Hand und kontrolliere nicht jede Kleinigkeit hinterher. Aber das bedeutet, dass ich der RB vertrauen muss und dieses Vertrauen muss die RB sich natürlich erst erarbeiten.
Liebe Grüße,
Birgit
Benutzeravatar
Winnermom
Handwechsel-Sager
 
Beiträge: 208
Registriert: 30. Aug 2009 16:32

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Chrissy » 19. Sep 2009 20:46

Ich kenne beide Seiten.

Als Besitzer hat sich die Suche sehr schwierig gestaltet, weil es irgendwie kaum Leute gibt die damit zufrieden sind, wenn sie ein Pferd zum liebhaben haben, es reiten und pflegen dürfen, aber keine Turnier gehen dürfen, da dass PFerd Arthrose hat.
Als ich endlich eine gefunden hatte, nach endlos langer Suche, war es auch relativ schwer, da sie wenig Zeit hatte, aber supertoll mti dem Pferd umging.
Dann kamen Praktika, eins davon in New York, sprich ich hatte teilweise genausoviel bzw wenig :) Zeit wie vorher auch.
Zum Ende hin war sie sehr oft da und es hat sie auch sehr mitgenommen muss man sagen.

Jetzt bin ich rb und ich muss sagen, ich habs toll erwischt.
ICh hab eine supernette Besitzerin, ein tolles Pferd, welches mir war beibringt und mit dem ich quasi von vorne anfangen musste, da ich einfach keine schwungvollen Warmblutgänge mehr gewohnt war :)
Ich darf kommen wann ich will, wieoft ich will, machen was ich will ( solange es dem Tier nicht schadet und auch unserem "Niveau" entspricht), bekomm Unterricht von der Besitzerin, darf Turniere gehen und darf ihn ausstatten mit was ich möchte :)
Und das alles für wenig Geld, da hab ich einen großen Glücksgriff gemacht, ich weiß :thumbsup:


lg
Lieben heißt manchmal loslassen können, lieben heißt manchmal vom Geliebten sich trennen, Lieben heißt nicht nach dem eigenen Glück fragen

:love: :-{ Janosch ( 23.09.1989 - 16.11.2008) :-{ :love:
Benutzeravatar
Chrissy
Fliegenmützchen-Träger
 
Beiträge: 90
Registriert: 15. Sep 2009 21:57
Wohnort: Hamburg
Reitweise: Englisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Divine » 20. Sep 2009 14:28

Ich kenne nur eine Seite und muss sagen, dass ich bis jetzt immer noch nicht das "perfekte" gefunden habe :(.

Es gibt bei mir drei kriterien, die im Großteil einfach stimmen müssen, sonst kann es gar nicht funktionieren:
- Pferd
- Besitzer
- Stall
Bis jetzt bin ich mir immer noch nicht sicher, was am wichtigsten ist. Meiner Meinung nach muss man mit dem Pferd gut klar kommen, auf etwa dem gleichen "Niveau" sein. Mit dem Besitzer muss man genau so gut klar kommen, auf einer Wellenlänge beim "denken" über die Reiterei und über Pferd sein. Und an einen Stall ohne Halle, der zu weit weg ist oder mit unfreundlichen Einstellern würde ich nie wieder gehen.

Momentan habe ich es da ganz gut getroffen, das Pferd ist nett, das erste Pferd zu dem ich eine wirkliche Beziehung/Bindung habe, der Besitzer bis jetzt nett, da ich ihn aber auch nicht oft sehe, der Stall ist nah und hat Halle und Platz.
Benutzeravatar
Divine
Eckenausreiter
 
Beiträge: 21
Registriert: 12. Sep 2009 10:00

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon Schnegge » 22. Sep 2009 18:43

Im Grunde genommen hab' ich noch mit keiner Seite Erfahrung.

Eine Reitbeteiligung an einem Pferd hatte ich noch nie, ich bin direkt von Schulpferden auf das eigene umgestiegen.
Für meine Stute habe ich eine Zeit lang gesucht, als ich meine "Ich hasse mein Pferd"-Phase hatte, aber es fand sich nie jemand. Ist hier in der Gegend aber allgemein nicht so leicht.
Vor einigen Wochen wollte ich für diesen Winter eine RB haben und ich hatte auch eine. Ein Mädchen aus dem Stall, kenne sie und weiß sie wie reitet. Wir haben auch die selben Ansichten und es hätte auch alles prima geklappt. Sie sollte jetzt Anfang Oktober anfangen, wenn ich wieder Schule habe.

Wird aber vermutlich nichts draus. Meine Mum ist nicht damit einverstanden, ohne Vertrag jemanden zu reiten lassen (was ich auch absolut verstehe). Meine 'Reitlehrerin' sagt, mit Vertrag soll das Mädel nicht reiten. Das Mädel ist jetzt deswegen sauer und redet nicht mehr mit mir und ja.
Im Endeffekt hab ich festgestellt, dass es besser so ist. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass sich jemand mit meinem Pferd beschäftigt, wenn ich nicht da bin. Ich muss sowas kontrollieren und genau wissen was da vor sich geht, sonst würde ich das nicht aushalten.
Und was mich am meisten gestört hat, als das Mädchen zu mir kam und sagte "Gestern hab' ich alle Pferde gerufen, aber keines hat sich gerührt. Erst als ich Beverly gerufen hab, hat sie sich umgedreht und kam zu mir galoppiert"
Hallo? Mein Pferd. Ich arbeite seit zwei Jahren mit ihr und dass mein Pferd nach drei Tagen Bekanntschaft auf jemand anderen zugaloppiert - wo es das bei mir noch NIE gemacht hat - stört mich doch sehr.
Benutzeravatar
Schnegge
Fliegenmützchen-Träger
 
Beiträge: 57
Registriert: 21. Sep 2009 21:27
Wohnort: Österreich
Reitweise: Englisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon merry » 22. Sep 2009 20:28

Ich kenne nur die Reitbeteiligungs-seite, aber sehr positiv! :)
Ich habe nie aktiv gesucht. Eines schönen Tages im Juli 2004 kam ein Anruf von einer Freundin (wir sind früher schon zusammen in Reitstunden geritten), ob ich nicht Lust hätte, Skima zu reiten!? JAAAAA, klar :D bin dann am selben Tag mit auf den Hof gefahren und wir sind mit Skima und dem RB-Isi meiner Freundin spazieren gegangen - hab mich sofort in sie verguckt :love:
Kurz darauf war offizielles Probereiten vor der Besitzerin, alles paletti ;) , Skima lag mir total vom Laufstil und charakterlich! :) uns so ist es bis heute...über 5 Jahre hab ich mein Traumpferd nun schon als RB... :love:

Die RB auf Farina hab ich vor 2 Jahren von meiner Schwester übernommen (wg. Studium weggezogen). Wir ham uns nach kurzem Beschnuppern auch richtig gut zusammen gerauft und viel Spaß zusammen, obwohl Farina und ich sehr unterschiedlich sind (oder vielleicht gerade deshalb?!) ;)

Und zu guter letzt Danny: Er und Skima haben die gleiche Besitzerin, sie reitet Danny aber nicht. Deshalb ist er seit letztem Sommer "fest vermietet" (oder wie man diese Konstellation nennt!?). Die Fest-RB ist aber beruflich sehr eingespannt und suchte im Herbst 08 deshalb verzweifelt eine 2. Reiterin für Danny. Es waren auch ein paar Mädels beim Probereiten da, aber es hat keine gepasst.
Ich war also ursprünglich nur der "Notnagel" und sollte Danny, bis sie jemand passenden gefunden hat, mitbewegen.
Das mit Danny und mir (und auch das Verhältnis zur Fest-RB) hat wunderbar gepasst, also bin ich "auf Danny sitzen geblieben" :D

Die Besitzerinnen von den 3en sind auch die Besten, die ich mir wünschen kann :) Ich werde ab diesem Wintersemster studieren und (unter der Woche) wegziehen, mir wurde aber bei allen 3 Pferden angeboten, an den Wochenenden weiterhin zu reiten :love:


edit:
Divine hat geschrieben:Es gibt bei mir drei kriterien, die im Großteil einfach stimmen müssen, sonst kann es gar nicht funktionieren:
- Pferd
- Besitzer
- Stall
Bis jetzt bin ich mir immer noch nicht sicher, was am wichtigsten ist. Meiner Meinung nach muss man mit dem Pferd gut klar kommen, auf etwa dem gleichen "Niveau" sein. Mit dem Besitzer muss man genau so gut klar kommen, auf einer Wellenlänge beim "denken" über die Reiterei und über Pferd sein. Und an einen Stall ohne Halle, der zu weit weg ist oder mit unfreundlichen Einstellern würde ich nie wieder gehen.


Das kann ich so nicht ganz unterschreiben.
Dass man mit dem Pferd zurechtkommen und es mögen muss ist klar! ;)
Dann zum Besitzer: Mit der Besitzerin von Skima zB hab ich nicht viel zu tun: wir telefonieren ab und zu (manchmal nur alle 3-4 Monate!), wenn es was wichtiges zu bereden/mitzuteilen gibt, sie lässt mir ansonsten aber absolut freie Hand.

Vielleicht ist es bei mir ein Extremfall, aber mit dem Stall bin/war ich zeitweise überhaupt nicht zufrieden! Nach einem 3/4 Jahr meiner RB-Zeit sind wir in einen anderen Stall (8 km weiter weg) gezogen, anfangs war auch noch alles okay, meine Freundin und meine Schwester sind mit ihren RBs mitumgezogen, also war immer jemand zum ausreiten da. Die sind dann mit der Zeit aber nicht mehr an den gleichen Tagen oder weniger als ich geritten, also war ich öfters auch alleine. Letzten Winter sind die RBs der beiden wieder umgezogen - Skima blieb. Ich natürlich auch, ich häng ja an dem Pferd, meine Freundinnen kann ich wann anders auch sehen!
Die Stallgemeinschaft ist zu dem Zeitpunkt (und davor hat auch schon vieles nicht mehr gestimmt) völlig auseinandergebrochen! Es sind nicht viele Einsteller (10?) und die meisten reiten ihre Pferde gar nicht :( oder NIEMALS ins Gelände oder zu anderen Zeiten als ich oder......
Ergo: ich reite zu 99% alleine (aus), wir haben keine Halle, nur einen mittelprächtigen Reitplatz, mit dem Stallbesitzer komm ich auch nur phasenweise gut aus...ich hab mich auch nicht wohl gefühlt auf dem Hof (mir nur schnell mein Pferd geschnappt und mich in den Wald verzupft). Mittlerweile gehts ganz gut :) , aber ich hab auch zu schlechten Zeiten keine Sekunde daran gedacht, die RB aufzugeben!!!
Benutzeravatar
merry
Mittellinien-Anhalter
 
Beiträge: 296
Registriert: 5. Sep 2009 10:46
Wohnort: Entenhausen ;-)
Reitweise: Englisch

Re: Reitbeteiligungen - Eure Erfahrungen

Beitragvon moorfrosch » 23. Sep 2009 04:25

Ich kenne auch nur die die eine Seite, war bisher "nur" immer Reitbeteiligung. Aber ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht, außer vielleicht dass die Besitzerin einer ehemaligen RB mir nach 4 Monaten per Zettel im Sattelschrank mitgeteilt hat, dass sie beruflich umzieht und das Pferd deshalb in einer Woche weg ist. Das fand ich damals verdammt unpersönlich... ansonsten kamen wir immer gut miteinander aus, da hätte ich ein persönliches Gespräch oder wenigstens ein Telefonat erwartet. Aber das ist lange her und war auch nur eine kurzzeitige Geschichte, das Pony lebt mittlerweile nicht mehr...

Mit meinen anderen beiden langjährigen RBs gab es nie große Probleme.
Mit Erika bin ich jetzt dann in den 3.Stall mit umgezogen, bin aber nur noch die "Pflegebeteiligung", da das Pferd wahrscheinlich nicht mehr reitbar sein wird... Das spielt für mich aber nur eine nebensächliche Rolle. Ich werde sie weiterhin besuchen und mich um sie kümmern, sobald ich wieder im Lande bin Ende des Jahres. Mit der Besitzerin habe ich immer oft telefoniert und guten Kontakt gehabt. Wer zuverlässig ist, dem wird meistens auch mehr Vertrauen entgegengebracht ;) Und so hatte ich in den Jahren, in denen ich sie geritten habe, meist freie Hand...

Farina war für mich immer etwas besonderes. Sie war meine allererste RB und ich habe sie über 5 Jahre hinweg regelmäßig geritten. In dieser Zeit gab es einige Veränderungen, wie z.B. einen "Besitzerwechsel". Ihre damalige Besitzerin hatte einen Unfall, Kreuzbandriss und hat das Interesse verloren (später weggezogen, Kind bekommen, Pferd komplett abgeschrieben... für mich unverständlich) Farina war aber immer ein Familienpferd und ihre Schwester hat sich seitdem um sie gekümmert, sie ist nun schlicht ihr Pferd. Auch gesundheitlich haben wir Höhen und Tiefen erlebt. Farina hatte vor 3,5 Jahren Hufrehe und es sah zu Beginn nicht gut aus. Aber auch dies haben wir gut überstanden. Ich verstehe mich super mit der Besitzerin und kann auch heute noch jederzeit reiten kommen, was mir studienbedingt leider nicht mehr allzu regelmäßig möglich ist. Aber selbst wenn ich nicht mehr die "RB" bin, wird sie immer "meine" Maus bleiben... seit 2 Jahren wird Farina jetzt auch von meiner Schwester (î) geritten ;) und da weiß ich, dass sie in guten Händen ist. Ist jedenfalls leichter für mich, als sie in "fremden" Händen zu wissen... Das Vertrauen der Besitzerin zu mir/uns ist auf jeden Fall ebenfalls ziemlich groß, denn sie hat uns ihre beiden Pferde im letzten Sommer über mehrere Monate komplett anvertraut, während sie in Australien war.

Habe bisher also nur gute Erfahrungen gemacht, was meine Reitbeteiligungen und deren Besitzer angeht.

Zur Reitbeteiligungssuche kann ich nicht so viel beitragen. Auf Farina bin ich zufällig durch eine (sehr spartanische) Anzeige in der Tageszeitung aufmerksam geworden und habe spontan angerufen, habe davor nicht aktiv gesucht und einfach mein Glück versucht und war erfolgreich.
An die RB auf Princessa kam ich durch eine Freundin und meine Schwester, die in dem Stall ritten und von der Besitzerin angesprochen wurden, ob sie nicht jemanden kennen, der... ;)
Erika war ebenfalls Mundpropaganda, die stand zu meiner RB-Zeit auf Princessa im selben Stall und hat später dann den Stall gewechselt. Zu der Zeit des Stallwechsels hatte sie starke Hufrehe und ich habe mich dann um sie gekümmert... was später dann nahtlos zum reiten überging, als es ihr besser ging.
Gesucht habe ich nicht zu der Zeit, ich hatte ja Farina... das lief dann parallel an und da ich es zeitlich gut hinbekam (auch während der Oberstufe und dann dem Abitur) hatte ich eben über 3 Jahre hinweg 2 RBs.

Nun wurden aus den Reitbeteiligungen eben eine Pflegebeteiligung und eine Reitgelegenheit...
Where will the river take us?
Will we ever meet again
or will we get lost in the ocean like a teardrop in the rain?
Benutzeravatar
moorfrosch
Pate
 
Beiträge: 645
Registriert: 30. Aug 2009 17:53
Wohnort: Heidelberg

Nächste

Zurück zu Reitsport allgemein

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste