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Sich selber korrigieren

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Sich selber korrigieren

Beitragvon Fellohr » 6. Dez 2011 12:20

Hey,

ihr wie einige ja mit bekommen haben, reite ich seid 3 Monaten meine RB - RU steht leider im Moment nicht zur Verfügung - daher möchte ich mich gern selber korrigeren. Meine Fehler kenne ich
- zu einem oft verdrehte Hände, dies aber weil mein Zügelmass oft einfach zu lang ist( möchte nicht ins ziehen kommen gebe daher oft nach)
- Ich schaue eigentlich immer nach unten
- ich hab n Rundrücken

Halle steht zur Verfügung - leider allerdings nur mit Spiegeln an einer kurzen Seite.....
So dann mal los mit euren Tipps wie ich ne bessere Figur zu Ross mache :)

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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Shadow » 6. Dez 2011 12:45

Kannst du dir deine Fehler immer wieder ins Gedächnis rufen?
Mir hat es geholfen, dass eine Freundin mir echt in jeder Wendung zugerufen hat, dass ich die äußere Hand mehr dran lassen soll (ich hab zu weiche Hände, wenn Madame meint, sie müsste sich jetzt nicht besonders biegen und über die äußere Hand ausbrechen).
Im Moment ist es so, dass ich bei jeder Wendung, etc immer diese Korrektur im Ohr hab und deshalb genau weiß, auf was ich achten muss ;)
Sonst pack dir n MP3-Player ins Ohr, der dir alle 30 Sekunden nochmal in Erninnerung ruft, was du zu tun hast ;-)
Wer die Fehler kennt kann sie ja theoretisch super korrigieren, solange er sich eben dran erinnert :D
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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Fellohr » 6. Dez 2011 12:52

Also mit dem Runtergucken ( und auch dem Aufrichten- das greift ja ineinander) geht das ganz gut..... nicht immer :>_<: :roll: Aber doch ab und an...... mit den Zügelnmass/eingedrehten Händen weiss ich echt nicht wie ich das verbessern sioll.... dann bin ich ja nur am fummeln mit nachfassen und nachgeben..... :?:

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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Motte » 6. Dez 2011 15:28

Mir hat es damals geholfen mich fotografieren bzw. filmen zu lassen.
Die ersten Fotos waren so grausam, dass ich beim nächsten Mal wesentlich besser gesessen habe... und mittlerweile ist es relativ automatisch geworden.
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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Knoppers » 6. Dez 2011 23:02

Ich habe momentan ähnliche Probleme, selten RU (wenn dann mit der Besitzerin meiner RB, die aber mehr darauf achtet was wir machen und wie das Pferd läuft, als auf meinen Sitz).
Zu lange Zügel und nach unten gucken sind ganz vorne mit dabei.
Da mir auch nur selten jemand sagen kann was ich falsch mache und leider schon gar niemand fotografiert helfe ich mir auch selbst.
Und auch wenn dir das jetzt wahrscheinlich wenig hilft weil es absolut nix neues ist... Gewöhn dir an, dich selbst immer wieder daran zu erinnern und mach eins nach dem anderen. Erst auf eines konzentrieren, dann auf das nächste, alles auf einmal geht eh nicht.
Du weißt ja immerhin schon was du falsch machst, dann ist es schon viel leichter, das auch zu verbessern :)
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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon moorfrosch » 6. Dez 2011 23:15

Zu wissen, was man falsch macht, ist ja schonmal ein guter Anfang. :) Manchmal fällt es einem selbst ja gar nicht so auf, was sich da einschleicht...
Also, musst du jetzt "nur noch" dran denken. Mein erster Gedanke wäre auch gewesen, dass du dir vom MP3 Player vorsagen lässt, was du dir vornimmst: "Nicht nach unten schauen", "Rücken gerade" etc., aber mich würde das wohl nach kürzester Zeit ziemlich nerven :D Du könntest dir auch Zettel an den Rand hängen, solange das andere Reiter nicht stört ;) Oder eben du baust dir irgendwelche Gedächtnisstützen, z.B. anhand der Bahnpunkte: A wie "Aufrecht sitzen", H wie "Hände nicht eindrehen", K wie "Kopf hoch!" oder sowas ;)
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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Fellohr » 6. Dez 2011 23:16

Bin morgen wieder bei dem Stutentier und habe mir vorgenommen in jeder Ecke zu hinterfragen ob ich noch aufgerichtet bin/ nach vorn schaue.

Hoffe es klappt und das Stutentier ist kooperativer als das letzte Mal, wo sie doch meinte eher zu eseln, sich immer wieder raushob - ich so meinen Sitz verlor, nicht mehr zum reiten kam.... man kennt das ja.... durchparieren, sortieren neuer Versuch.....
Für morgen hab ich uns Trab-Gallop-Übergänge geplant .... mal sehen wie es klappt. Werde mir vor dem losfahren noch mal die Videos von Ende September zu gemüte führen :>_<:

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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Fellohr » 7. Dez 2011 16:58

So - heute war also mal Tag der Wahrheit :D
Habe mich artig dran gehalten und in jeder Ecke gefragt wiiieee groooooss ich bin :D
Sass wirklich besser heute und Stutentier hat nach 20Min. dann richtig feini gemacht, dass ich zum sitzen&reiten kam - wenn das nicht ne nette Belohnung von der Dame an mich war :)

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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Stoppelhopser » 7. Dez 2011 18:16

Ich kenne das Problem selbst auch.
Dadurch, dass ich Püh ständig wieder antrainieren musste, saß ich irgendwann konstant in "Schonhaltung". Der Wunsch sie zu entlasten ging völlig nach hinten los und ich kam gar nicht mehr wirklich zum sitzen.
Also kippte ich leicht nach vorne, Pferd kommt auf die Vorhand, hebelt sich irgendwann raus - nee, hat wirklich keine Spaß mehr gemacht ;)

Ich hab mir dann Bahnpunkte raus gesucht (bei mir waren es immer B und E), an denen ich meinen Sitz korrigiert habe, einfach so als Gedankenstütze.
Zwischendurch mal anhalten und sich von unten nach oben "wieder richtig setzen". Beine aus den Bügeln, kurz anheben - Gesäßkochen spüren, bewusst einmal nach vorne, hinten, rechts und links lehnen um dann die Mitte zu finden - Bauch anspannen, Brust raus, Schultern kreisen um dann fallen zu lassen...um dann weiter zu reiten.
Das doofe ist, dass sich diese Fehlhaltung ja völlig richtig anfühlt und man sich immer mal wieder vor Augen führen muss, wie es sich korrekt anfühlt.

Irgendwann hatte ich dann durch die RL einer Freundin die Erleuchtung :)
Ich ritt fröhlich vor mich hin, fühlte sich eigentlich schon ganz gut an und sah auch wieder bedeutend besser aus (meine Selbstkorrektur hatte also schon etwas gefruchtet).
Die RL pfiff meine Freundin dann recht laut an a lá : "du bist eine Reiterin, unter dir ein wunderschönes Pferd - verdammt noch mal, nun sei doch endlich mal Tussi genug, damit man das sieht ... sonst kannst du das doch auch"
Und genau DAMIT hat sie die Sache auf den Punkt gebracht. Wer stolz und "tussig" auf seinem Pferd sitzt, hat nicht mit Rundrücken, verdeckten Händen und Co zu kämpfen - ich habs ausprobiert ....es funktioniert :D
Seit dem foppen wir uns ganz gerne, wer die größere Tussi ist - aber unser Sitz dankt es uns ;)
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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Fellohr » 7. Dez 2011 19:26

Einen ähnlichen "Aha-Effekt" hatte ich heute auch - ich kam in die Ecke - atmte tiieeeef ein - die Möpse streckten sich - automatisch wurde alles ein wenig einfacher - erinnerte mich dann an "Brust raus-Bauch rein" was meine damalige RL immer sagte - und seid dem gings es heute doch sehr gut :) Aber werde mich bemühen nun immer tussig zu sein :D

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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Fellohr » 20. Dez 2011 23:50

In der aktuellen ReiterRevue ist ein Beitrag zu der sanften Hand drin, demnach kommen verdeckte Hände von zu wenig Aufrichtung . Habs jetzt nur überflogen, aber klang sehr sinnig

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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Talon » 21. Dez 2011 06:06

Tolle Möglichkeit zur Selbstkorrektur ( besonders für Sitz und Hand ) ist der LG-Zaum!

Ich reite seit ca. 1 Woche damit und bin selbst ganz erstaunt, wie sehr er einen "mit der Nase" auf die eigenen "Sitzfehler stößt". Und bin auch ein wenig erschrocken darüber, wie sehr man sich teilweise doch auf dem "Gebiss ausruht" obwohl man sich ja alle erdenkliche Mühe gibt auch dort möglichst Zügelunabhängig zu reiten.

Bei mir hat der LG-Zaum bislang folgende Schwächen "radikal aufgedeckt", welche mir mit Gebiss nie so stark auffielen:

- Zu wenig Führung mit dem äußeren Zügel ( mit LG "schlabbert" der teilweise richtig, mit Gebiss tat er das nie )
- Zu viel "von vorne nach hinten reiten", statt von "hinten nach vorne" ( Pferd kommt mit LG, gerade im Galopp, zu sehr auf die Vorhand, weil mein inneres Bein nicht genügend treibt und ich den Hang habe mit dem Oberkörper nach vorne zu kippen )
- Verdeckte Fäuste: Mit Gebiss teilweise nicht so schlimm. Mit dem LG kommen die Paraden beim Pferd nicht richtig durch, im Vergleich zu den korrekt aufrecht stehenden Fäusten.

Streckenweise ist das Reiten mit dem LG auch echt ein wenig frustrierend, weil man plötzlich Mängel bei sich selbst findet, die einem vorher gar nicht ( so sehr ) aufgefallen sind.

Aber wer sich echt mal selbst wirklich kontrollieren will, dem kann ich das nur empfehlen! Denn mit einem guten Sitz und richtigen Hilfen kann man mit dem LG genau so gut reiten wie mit Gebiss! :) ( Dauert bei mir aber auch noch ne Weile! :pfeif: )
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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon moorfrosch » 21. Dez 2011 11:19

Find ich interessant, was du da beschreibst, Talon. :)
Die Erfahrung hab ich so nicht gemacht - muss ich wohl was falsch gemacht haben :D Nee, Spaß beiseite... ist echt toll, dass ihr so gut mit dem LG-Zaum zurecht kommt! :)
Ich bin auch mal eine Weile damit geritten und anfangs habe ich tatsächlich kaum einen Unterschied zur Wassertrense gespürt. Nach und nach hab ich dann aber gemerkt, dass ich mit dem LG-Zaum "mehr" mit den Zügeln arbeite, um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Und das Pferd hat angefangen, sich darauf "auszuruhen", ich hatte also mehr Gewicht in der Hand. Das wollte ich weder mir noch dem Pferd angewöhnen und bin deshalb nach ein paar Wochen wieder umgestiegen.
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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Talon » 21. Dez 2011 18:56

moorfrosch hat geschrieben: Nach und nach hab ich dann aber gemerkt, dass ich mit dem LG-Zaum "mehr" mit den Zügeln arbeite, um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Und das Pferd hat angefangen, sich darauf "auszuruhen", ich hatte also mehr Gewicht in der Hand. Das wollte ich weder mir noch dem Pferd angewöhnen und bin deshalb nach ein paar Wochen wieder umgestiegen.


Da muss man in der Tat SEHR aufpassen! Der LG-Zaum erfordert nämlich tatsächlich mehr "Reiten über den Sitz". Für jemanden wie mich, der ja nicht gerade der "Sitzkönig" ist :pfeif: , ist das zwar wirklich anstrengend - besonders im Bezug auf Balance und Konzentration, weshalb ich derzeit auch erstmal kurze Reiteinheiten mache, damit ich nicht das "Schludern" anfange - und auch teilweise sehr ernüchternd :roll: , aber ich denke es wird mir auf Dauer dabei helfen noch mehr von der Hand und dem Zügel wegzukommen.

Denn: So lange man ordentlich reitet funktioniert es bestens und man braucht weniger/sanftere Paraden als beim Reiten mit Gebiss. Ich hätte es ja selbst auch nie geglaubt...

Demnächst macht eine Freundin mal ein Video von mir beim reiten mit LG. Dann kann ich es hier einstellen und ihr könnt mir Eure Meinung dazu sagen! :)
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Re: Sich selber korrigieren

Beitragvon Nedserd » 21. Dez 2011 20:31

Zum Thema Sitz: Versuch mal Bewegungstraining!
Den es hilft auch nix wenn du nur denkst gerade Sitzen oder dir das jemand sagt, den die Ursache liegt meist woanders!
Google einfach mal, Bewegungslehre nach EM hilft wunder!!!
Thema nach unten gucken:
Nach meiner neuen RL soll ich nach unten gucken auf mein Pferd! Ich muss doch wissen was er macht, Ohrenspiel, Gestik, Mimik. Und die Lektionen funktionieren besser weil ich noch exakter auf mein Pferd eingehen kann.

Alles was du machst und wo du merkst das es falsch ist (meistens merkt mans ja) musst du für dich analysieren. Warum ist es so und was ist die Ursache???
Nur so kommst du zum Ziel! Den Wenn die Ursache nicht behoben ist bringts dir alles nicht ;)
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