Ich kenne das Problem selbst auch.
Dadurch, dass ich Püh ständig wieder antrainieren musste, saß ich irgendwann konstant in "Schonhaltung". Der Wunsch sie zu entlasten ging völlig nach hinten los und ich kam gar nicht mehr wirklich zum sitzen.
Also kippte ich leicht nach vorne, Pferd kommt auf die Vorhand, hebelt sich irgendwann raus - nee, hat wirklich keine Spaß mehr gemacht
Ich hab mir dann Bahnpunkte raus gesucht (bei mir waren es immer B und E), an denen ich meinen Sitz korrigiert habe, einfach so als Gedankenstütze.
Zwischendurch mal anhalten und sich von unten nach oben "wieder richtig setzen". Beine aus den Bügeln, kurz anheben - Gesäßkochen spüren, bewusst einmal nach vorne, hinten, rechts und links lehnen um dann die Mitte zu finden - Bauch anspannen, Brust raus, Schultern kreisen um dann fallen zu lassen...um dann weiter zu reiten.
Das doofe ist, dass sich diese Fehlhaltung ja völlig richtig anfühlt und man sich immer mal wieder vor Augen führen muss, wie es sich korrekt anfühlt.
Irgendwann hatte ich dann durch die RL einer Freundin die Erleuchtung
Ich ritt fröhlich vor mich hin, fühlte sich eigentlich schon ganz gut an und sah auch wieder bedeutend besser aus (meine Selbstkorrektur hatte also schon etwas gefruchtet).
Die RL pfiff meine Freundin dann recht laut an a lá : "du bist eine Reiterin, unter dir ein wunderschönes Pferd - verdammt noch mal, nun sei doch endlich mal Tussi genug, damit man das sieht ... sonst kannst du das doch auch"
Und genau DAMIT hat sie die Sache auf den Punkt gebracht. Wer stolz und "tussig" auf seinem Pferd sitzt, hat nicht mit Rundrücken, verdeckten Händen und Co zu kämpfen - ich habs ausprobiert ....es funktioniert
Seit dem foppen wir uns ganz gerne, wer die größere Tussi ist - aber unser Sitz dankt es uns
