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(Western-) Gebissfrage

Fragen rund um Trail, Reining & was sonst die Westernreitweise ausmacht, sind hier gut aufgehoben

Moderator: krümel

(Western-) Gebissfrage

Beitragvon Ostfriesenmädel » 8. Apr 2010 12:51

Hallo :)

Ich war gestern auf einem Vortrag über Gebisse und gebisslose Zäumungen, welche hauptsächlich in der Westernreitweise benutzt werden und fand es wirklich interessant, sich mal mit deren Wirkung auseinander zu setzen.

Ich selber habe für mein Stütchen ein Billy Allen D-Ring Snaffle, was Carlotta von Beginn an sehr gut angenommen hat.

Nach diesem Vortrag bin ich jedoch nicht mehr so überzeugt von diesem Gebiss, da es in der Vergangenheit wohl teilweise zu Verletzungen der Zunge aufgrund scharfkantigkeit an den Seiten der Kupferrolle gekommen sein soll und zudem soll es vorgekommen sein, dass dieses Gebiss gebrochen ist, das aber wohl bei welchen mit Shanks. Ich gehe mal einfach davon aus, dass diese Personen die Ausrüstung schon regelmäßig kontrolliert haben.

Ich tendiere jetzt dazu, mir ein Myler Comfortsnaffel mit leichter Zungenfreiheit zu kaufen, da es anscheinend ein Mittelding zwischen normalem doppelt gebrochenem Gebiss und Billy Allen ist.

Habt Ihr Erfahrungen mit dem Billy Allen D-Ring-Snaffle bzw. mit dem Myler Comfortsnaffle ?

Was habt Ihr sonst für Gebisse und warum gerade dieses ?

VlG
Zuletzt geändert von Fellohr am 8. Apr 2010 12:56, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Den Titel angepasst, da die wenigsten auf die Sektion achten, in der ein Beitrag steht :)
Ein echter Pferdefreund zu sein, gilt heutzutage nicht als fein, denn ein Pferd soll auf Turnieren siegen und wozu soll es noch Liebe kriegen ? Sowas finden viele lächerlich, nur gut dass Dein Pferd weiss, es gibt Dich !
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Re: (Western-)Gebissfrage

Beitragvon sunshine*sid » 8. Apr 2010 13:01

Hallo Ostfriesenmädel...
Also, eine Bekannte von mir hat für ihre Stute auch ein Billy Allen mit D-Rings... Bei ihr wird es deshalb verwendet, weil sie ein sehr zartes Maul mit sehr feiner Zunge hat ud eben auf dieses Gebiss besser reagiert hat. Das mit dem Brechen des Gebisses hab ich auch schon gehört, aber dies passiert nur bei schlecht verarbeiteten Metallen. Würd hier raten mal nicht auf den Preis zu schauen, weil das ja nicht so verbunden ist wie bei einem normalem einfach gebrochenem Snaffel und deshalb die Qualität des Metalls von hoher Güte sein soll.

Ich selbst reite meinen Kleinen mit einem einfach gebrochenen Snaffel. Werden aber versuchen ihn auf ein Bosal ein bisschen einzustellen (zumindest für die Arbeit auf dem Platz) solang er noch bei meinem Trainer steht!
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Re: (Western-) Gebissfrage

Beitragvon Joy » 8. Apr 2010 13:56

Einer Freundin ist auch die relativ teure Version irgendwann gebrochen. Allerdings muss man Gebisse eben auch hin und wieder kontrollieren, wie den Sattel halt auch.

Ich habe Joy damals auch mit einem normalen Snaffle Bit geritten. Allerdings muss man bei dem Gebiss beachten, dass es einen Nussknackerwirkung haben kann, wenn man es falsch nutzt. Da es aber ruhig im Maul liegt und die Hilfen nicht so "schwammig" ankommen, wie zum Beispiel bei einem doppelt gebrochenen Gebiss, hatte ich damals das SSnaffle Bit genommen.

Zum Myler kann ich nicht viel sagen.
Eine Freundin reitet ihr Pferd mit dem Gebiss und ist sehr zufrieden.
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Re: (Western-) Gebissfrage

Beitragvon azgirl » 8. Apr 2010 17:03

Snaffle-bit: seitliche Einwirkung, besonders auf den Unterkiefer/ Laden / Maulwinkeln.
Das sind alle Gebisse die keine Anzuege haben ,z.b. wie Wassertrense.
Ob nun O-Ring, D- Ring , Loose Ring, Egg-butt oder Knebeltrense.
Einfach gebrochen , doppelt gebrochen ( 3 link ) , mit Rollen drinnen, oder irgend etwas anderes, Kupfereinlagen , und in verschiedenen Materialien.

Curb-bit: seitliche Einwirkung und Einwirkung auf das Genick, kann durch die laenge der Shanks und durch die angelegte Enge eines Kinnriehmens angemessen werden.
Egal ob , gebrochen, 3 link , correction, Rollen usw.oder was auch immer dazwischen benutzt wird .
Eine " Echte " Kandarre/ Curb bit , ist eigentlich nie gebrochen, ist ein Stangenbegiss, oder im Westernreiten auch ein Grazing Bit genannt.

Spade-bits und seine Verwandten , wie Spoon- und Cathedral -bits sehen zwar aus wie Kandarren , gehoehren aber zu Signal -bits, da sie etwas anders als wie Kandarren angewandt werden.

Ein junges Pferd sollte immer erst mit einem einfachen Snaffle ausgebildet werden .
( Vaquero Horsemanship ausgenommen , das ist aber ein anderes Thema).
Man sollte das alter des Pferdes beruecksichtigen . Babyzaehne , die Caps.
Wolfszaehne , Hengstzaehne , regelmaessiges Zaehne raspeln usw.
Die dicke der Zunge , eine hoehere oder niedrige Gaumenpalette.

Gebisse sollten also einem Pferd sehr gut im Maul liegen , die richtige Groesse, dicke sollte angepasst sein.
Gutes Material, ohne scharfe Ecken oder Kannten.
Bei Jungpferden empfehlen sich Gebisse wie D -rings oder Knebeltrensen das sie es dem Pferd erleichtern die seitlichen Einwirkungen im Western- training z.B. wie beim " Bending " und " Give to the bit " erleichtern.

Jedes Pferd hat aber aus so seine vorlieben fuer Gebisse und manchmal muss man eben etwas herumprobieren mit welchen Gebiss ein Pferd besser klarkommt.

@ Ostfriesenmaedel
Wenn dein Pferdchen mit dem D -Ring so gut zurecht kommt , warum laesst du sie nicht da drinnen ?
Before du dir was neues kaufst , hast du die Moeglichkeit erst mal was auszuprobieren ?

Mir ist noch nie ein Gebiss gebrochen, egal welches.
Marken Namen sagen mir nicht mehr viel, bin Gebisse Sammler und hab so einiges( und teures ) herumliegen was meine Pferde nicht moegen .Ich geh nach dem was mein Pferd mag, Hauptsache die Matrerialien sind gut.

Hab eine Ausfuehrung von einem Myler Comfort Snaffle. Meine Pferde moegen es nicht.
Sagt aber gar nichts denn meine Pferde moegen ihre einfachen Curb-bits oder Bosals.
Bei uns eben noch eine Frage der Ausbildung von den Vorbesitzern .
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Re: (Western-) Gebissfrage

Beitragvon HotChiliBoy » 8. Apr 2010 19:14

Hab für meinen kleinen auch ein Billy Allen Gebiss mit D-Ring, nimmt er klasse an, keine Probleme. Meine RL hat mir direkt geraten auf nicht-rostenden Edelstahl bei der Rolle zu achten, da genau das mit der Verletzung sonst passieren kann.

Kurz zur Ausbildung allgemein, da ja hier shcon angesprochen wurde...

Gestartet habe ich mit Sidepull ca. 3-4 Monate, dann bin ich auch einfach gebrochene Wassertrense gegangen, nochmal knapp 3 Monate, aber da klappte der Umgang nicht so gut mit und jetzt seit gut 5 Monaten auf BA-Gebiss.

So lass ich es auch erstmal bis ich irgendwann mal wechseln "muss" (Einhändig reiten etc.)
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Re: (Western-) Gebissfrage

Beitragvon Anouca » 8. Apr 2010 20:52

Es kommt sehr darauf an ein qualitativ hochwertiges Billy Allan zu haben.
Am besten ohne Kupfer.Kupfer ist ein Material welches mit der Zeit weich wird.Billige Billy Allan Bits sind auch nicht handgefertigt sondern maschinell zusammengesetzt.
Wenn dann die Kupferrolle noch weich wird mit der Zeit und bricht, ist es kein Wunder!
Ich hab mir deshalb das Billy Allan D Bit von Tom Balding gekauft.Das ist ohne Kupfer und handgefertigt-kostet aber ca. 130,-.
Die Investition lohnt sich aber ;) .
Das Problem ist mit dem kontrollieren ja das man bei einem Snaffle eher sieht wann es abgenutzt ist,beim Billy Allan ist das schwieriger ,durch die Rolle.Da kann man halt nicht genau sehen ob es innen schon zu abgenutzt ist.

Ich hab aber bisher noch nie gehört das ein Gebiss von Tom Baling gebrochen ist. Ich würde aber dennoch nach 2-3 Jahren das Gebiss durch ein neues ersetzten.Sicher ist immer sicherer ;) .

Ein billiges Billy Allan würde ich persönlich gar nicht benutzen.

Zur Wirkung: Ein Billy Allan ist etwas schärfer als ein Snaffle.Das Snaffle wirkt auf den Gaumen ,das Billy Allan auf die Zunge.

Ich persönlich reite gern damit,ich hab vieles ausprobiert aber meiner ging damit am besten.
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Re: (Western-) Gebissfrage

Beitragvon Trapper » 8. Apr 2010 23:27

Hi

Zum Snaffle Bit gibts einen Bericht:
http://www.pegasus-fs.de/r30/vc_content ... _nuss_.pdf

Selber hab ich meine Kurze mit einfach gebrochenem Snaffle angeritten.
Dann auf Billy Allen gewechselt und nun hab ich sie in der Hackamore.
Schätze nächstes Jahr dann im Bosal.

Noch nie ist mir ein Billy Allen gebrochen, hab aber das Gebiss als Kandare schon defekt gesehen.
Da hat sich die Kugel aus der Rolle rausgehebelt.
War aber ein Verschleiß der altersbedingt war.

Meine Billys waren einfache, ohne Kupferrolle für vielleicht 40 Ohren.
Noch nie war eins kaputt aber ich halte viel von der Devise:
"Wer am Zügel zieht, der hat verloren"

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Re: (Western-) Gebissfrage

Beitragvon Ostfriesenmädel » 9. Apr 2010 11:40

Das gebrochene Billy Allen dieser Dame war eines mit Shanks und zudem auch ein hangefertigtes teures Gebiss :-|

@ Anouca: Wo hast Du Dein Gebiss von Tom Balding bezogen ?
Ein echter Pferdefreund zu sein, gilt heutzutage nicht als fein, denn ein Pferd soll auf Turnieren siegen und wozu soll es noch Liebe kriegen ? Sowas finden viele lächerlich, nur gut dass Dein Pferd weiss, es gibt Dich !
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Re: (Western-) Gebissfrage

Beitragvon December » 3. Sep 2011 16:19

Ich reite trotz Westernpferd mit einem Englischen KK Ultra D-Ring Gebiss. Damit geht er einfach am besten. Kommen für dich auch welche aus dem Englischlager in Frage?
Some people say, that before you die your whole life flashes in front of your eyes.
Make it worth watching ♥
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