Selber bin ich als Späteinsteiger sofort auf der Suche nach einer Ausbildungsmethode gewesen, die Zugang zum Pferd schafft.
Nicht einfach.
Nicht einfach, weil es zu der Zeit bereits einige gab, die ihre Methode als den Hit vermarkten wollten.
Also fängt man an zu sortieren.
Die eine Seite war: Nicht alles passt zu einem.
Die andere Seite: Alles ist gut.
Nie hab ich aufgehört zu Suchen und gefunden hab ich immer wieder Neues.
Beeindruckt haben mich Leute, von denen hier die Wenigsten gehört haben werden.
Leider muss ich sagen, dass die Leute ausnahmslos aus den USA kommen.
Sie kommen nicht aus der Turnierscene, sie kommen aus der Richtung "Ranch Work".
Dort werden keine GAGA / Puschipuschi / Tüdel Pferde gebraucht, bestenfalls landen sie in der Wurst.
Das wie...wie bilde ich ein zuverlässiges Pferd aus, das muss man den Leuten dort verkaufen können.
Aus der Ecke kommt auch z.B. Pat Parelli.
Schaut man sich an, was er zumindest im Level 1 vermittelt, dann findet man es auf so gut wie jedem Zettel anderer NHS Ausbilder.
PNH hat in meinen Augen einen kleinen Vorteil...: Man kann es über die Systeme gut erlernen.
Mir ist es jedenfalls einigermaßen gelungen.
Vielleicht war es so, das die Westernreiter sich eine andere Art der Bodenarbeit angeeignet haben, nur sind Heute die Klassischen sehr interessiert.
Diese Aussage habe ich Heute noch von einer NHS Trainerin gehört.
Ihre Seminare werden immer mehr von Strumpfhosen besucht.....find ich super.
Persönlich geb ich gerne ne Hilfe, wenn es knackt aber ich tu's nur noch, wenn ich angesprochen werden.
Zu oft hab ich die Begeisterung erlebt, wenn man ein gehorsames Pferd hat aber keiner wollte an "sich" arbeiten.
NHS ist ne Methode / Technik, die aber überhaupt nichts mit Mechanik zu tun hat.
Pferde sind eigenständige Charaktere, die für Geschriebenes und du MUSST, nichts über haben.
Falls wir irgendwann mal in der Lage sind zu denken und ein Pferd nicht zu zwingen...dann sind wir auf dem richtigen Weg.
Die andere Seite:
NHS hat mit OHM und Schnickschnack nichts zu tun.
Jegliches Werkzeug das wir benutzen, muss ein klares Zeichen geben.
Das Signal muss für das Pferd verständlich sein.
Weiter muss ein Pferd Gesund geritten werden.
Man kommt also nicht daran vorbei, es auch im klassischen Stil zu Reiten.
Ein Geholper ala Parelli lehne ich ab...das ist Murks.
Meine Einstellung rührt wohl auch daher, da ich ein Anhänger der Legerete bin ( die Strichlein spare ich mir ).
Dieser Gedanke, kombiniert mit der Westernreitweise, bringt mir ein gutes Pferd.
Ok..dat dazu
Die 7 Games sind Spiele, die enormen Nutzen haben.
Jedes Game kann ich im Alltag einsetzen....gebrauchen.
Ob ich ein Tor öffne und mein Pferd geht auf Signal durch und wartet.
Ob ich es auf Blick zurück schicke oder es zurück geht, weil ich mit ner Schubkarre hantiere....ich kann es gebrauchen.
Ob ich seinen Kopf runter haben möchte, weil ich es aufhalftern will...usw.
Weiter wird das Pferd spielerisch desensibilisiert.
Was will man mehr...ach ja...seine linke und rechte Gehirnhälfte hab ich nebenbei "dual aktiviert"
Warum also unnötige Geldausgaben, wenn man es so einfach haben kann?
Weiter gehts..der Nächste bitte
Trapper
