Hallo Anonymous

Natural Horsemanship

Fragen rund um Trail, Reining & was sonst die Westernreitweise ausmacht, sind hier gut aufgehoben

Moderator: krümel

Natural Horsemanship

Beitragvon El Samraa » 2. Sep 2009 10:18

Hallo,
gibt es hier Leute, die ihre Pferde nach NHS ausbilden und reiten ? Was habt ihr fuer Erfahrungen gemacht ? Mit euren Pferden, mit anderen Reitern....
Eure Meinungen interessieren mich sehr, also hoffe ich auf viele Antworten.
"Jedes Pferd hat einen Fehler -
er hat zwei Beine und sitzt auf seinem Ruecken"


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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Shadow » 5. Sep 2009 10:26

Huhu,
ich kenn mich damit ehrlich gesagt nicht besonders aus.
Kannst du vielleicht kurz erklären, worum es bei der NHS geht? :)
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon LadyMorgaine » 6. Sep 2009 07:44

Ich dachte NHS ist (auch wenn Elemente aus dem Westernreiten verwendet werden) reitweisenübergreifend.


:?:
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon El Samraa » 6. Sep 2009 11:57

NHS ist auch reitweisenuebergreifend, stimmt. Es wurde bloss zuerst von den Westernreitern adaptiert und ist deswegen wahrscheinlich unter den Westernreitern -noch- am weitesten verbreitet.
Es geht bei der NHS ganz einfach im Grunde darum, das Pferd ohne uebermaessigen Zwang dazu zu bringen, das zu tun, was der Mensch von ihm will. Oder ganz anders : Wir verkaufen dem Pferd das, was wir von ihm wollen, als seine eigene Idee...ungefaehr so, wie man's auch erfolgreich mit den Maennern macht #grins#.
Wir machen sozusagen alle Tueren dicht und lassen nur noch die eine, die die richtige Problemloesung fuer das Pferd bietet, offen...wenn es diese benutzt, darf es als Belohnung sofort einen Moment ohne jeglichen Druck pausieren. Sprich : Genau in dem Moment, wo das Pferd den richtigen Ansatz zeigt (vielleicht beim Rueckwaertsgehen den ersten Impuls nach hinten zeigt), gibt der Zuegel nach und das Bein geht weg. Es ist faszinierend anzuschauen, wie schnell ein Pferd dabei auf einmal Dinge lernt, die es vorher konventionell nie zu begreifen schien...
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Shadow » 6. Sep 2009 12:02

El Samraa hat geschrieben:.ungefaehr so, wie man's auch erfolgreich mit den Maennern macht #grins#.


Ahh, es kommt mir seeehr bekannt vor ;)

Ja das klingt gut, ich denke ich wende es durchaus auch in meiner Trainingsart an - wobei ich sicher nicht nur danach gehe, sondern es einfach von alleine dazu kommt, dass man auf diese Weise versucht das Pferd zu motivieren. Auf jeden Fall sehr interessant. Das Pferd belohnt sich also quasi selber und ist demnach auch entsprechend bereitwilliger sich auf Neues einzulassen...
Ich wende diese NHS-Methode zwar weder bewusst noch vielleicht konseuqent an, aber auf jeden Fall ist die Art und Weise WIE ich Pferde trainiere und ihnen Neues beibringe oft sehr ähnlich.
Interessant zu lesen :)
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon El Samraa » 6. Sep 2009 12:13

Nicht nur das Pferd lernt...auch man selbst wird wesentlicher schneller und leichter mit Hand und Bein, wenn man einmal gesehen hat, wieviel zu langsam man z.B. mit der Hand nachgibt, wenn man Druck wegtun soll. Nicht nur das Pferd wird sensibler bei dieser Trainingsmethode, auch der Reiter !
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Loddar » 6. Okt 2009 01:58

Also ich würde meine Reitweise jetzt nicht als NHS bezeichnen, aber ich habe es eben nach der gleichen Art gelernt. Also nach dem Motto "Ich will gerade aus, also werden Seite und Zurück versperrt". Bei mir kommt dann noch dazu, dass ich dem Tier nur diese eine Möglichkeit als Angenehm gestalte, also wenn es die anderen Methoden versucht gibt es eben eine negative Resonanz von mir, wenn das tier dann das Verhalten zeigt, welches ich haben will folgt eben diese Entspannung. Ferne kommt bei mir noch der Grundsatz "Fragen - Bitten - Befehlen" hinzu. Also es wird einmal angeschnalzt und leichter druck, wenn nichts passiert wird deutlicher geschnalzt und mehr Druck ausgeübt, wenn dann immer noch nichts kommt wird einmal etwas Schwung geholt und sehr deutlich Druck ausgeübt. Damit habe ich meine Rb von dem Zügelende wegtrainiert. Am Anfang musste man für alles das Zügelende über seinen Hintern streichen, nun reicht schnalzen und wenig druck.

Ist halt mehr so eine Mischung und nicht direkt NHS
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Sandrü » 19. Okt 2009 16:25

Also ich bin gerade dabei meine Süße von Englisch "umzupolen" auf NHS. :)
Im Dezember haben wir unseren ersten Kurs gemacht, das reiten nach NHS haben wir im August das erste mal im Kurs gemacht, jedoch habe ich vorher schon ein wenig alleine angefangen.
Ich bin total begeistert von dieser Methode... Bei uns am Stall gibt es auch jeden Monat einen Wochenendkurs beim Silversand Instructor Markus Schönhoff.
Also die Bodenarbeit kann ich guten Gewissens absolut jedem empfehlen, das Reiten wird wohl nicht für jeden etwas sein.

Laura und ich haben in der Zeit mit Hilfe von Markus viel erreicht und wir kommen wohl auch nicht mehr davon los.

Liebe Grüße
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Lou » 25. Nov 2009 17:57

Also ich habe jetzt seit einem Jahr ca. Reitunterricht nach NHS und bin sehr zufrieden, allerdings haben wir alles von Anfang an gemacht und auch bisher alles in kleinen feinen Schritten, da es in der Vorhärigen Ausbildung einige Probleme&Fehler gab.
Es geschieht ohne Druck und mein Pferd arbeitet auch freiwillig mit!
Mittlerweile läuft sie auf kleinen Druck, kann schon ein paar Lektionen und ich bin wirklich vollauf begeistert.
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Vienna » 27. Nov 2009 14:27

Meine RB haben wir nach parelli ausgebildet und reiten auch danach.
Auch sonst bringe ich viel NHS mit ins Training ein, weil er dan einfach viel besser aufpasst und
auch besser damit klar kommt.
Er ist es nicht anders gewohnt....
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon El Samraa » 2. Mär 2010 13:00

Mein Hengst hatte ja, als ich ihn bekam, nur schlechte Erfahrungen mit Menschen und der Reiterei gemacht. Mittlerweile kann ich -dank konsequenter NHT-Arbeit, nahezu alles mit ihm machen. Ich bin ein absoluter Anhaenger dieser Trainingsmethode !
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Fellohr » 2. Mär 2010 13:47

Ich glaube, intuitiv arbeite ich wohl auch in dieser Richtung mit Pferden - ich geb dem ganzen aber keinen Namen ich gehe halt so mit den Pferden ( bzw. Tieren im allgemeinen) um, wie ich es als Sinnvoll erachte. Dazu gehört eine grosse Portion Respekt dem Lebewesen gegenüber, ebenso wie das sich "reindenken" ins Tier. Wenn ich mir vor Aaugen halte, warum das Tier dies und jenes macht, kann ich Situationen besser abschätzen und eben dem Tier entsprechend die Richtung weisen.

Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern,
in alle Formen mich kleiden,
in alle Sprachen des Lebens,
um dir einmal wieder zu begegnen.

Friedrich Hölderlin
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Trapper » 5. Apr 2010 01:02

Hi

@Fellohr
Dann machst du NHS :D

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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon azgirl » 7. Apr 2010 20:33

Da haben ja schon sehr viele eine gute Erklaerung ueber NHS abgegeben.
Natural Horsemanship nicht nichts anderes als , wie der Name schon sagt, die natuerliche Sprache des Pferdes ( Equus ) zu benutzen.
Pferde sind Fluchtiere, im wilden Zustand auch nicht sehr verbal da sie Predatoren damit anziehen koennten, also benutzen sie mehr ihre Koerperhaltung um zu komunizieren.
Das geht von weg schicken/ geh mit aus dem weg / bestrafen bis zu reinhohlen/einladen/ alles ist gut wenn du bei mir bist usw. Gesten. z.B. Einen Druck nach bestimmter Weise aufbauen und im richtigen Zeitpunkt wieder wegnehmen.
Der Lerneffect entsteht genau in dem Moment wenn man durch richtiges " Timing " den Druck wegnimmt.
@ El Samraa hat das sehr schoen erklaert. Es wird die Idee des Pferdes !!!
Domestizierte Pferde sind natuerlich ebenfalls dieser Sprache bewusst.
Es ist der Mensch ( ein sehr verbaler Predator ) der da umdenken muss um sich mit einem Pferd " bewusst unterhalten " zu koennen.
Ich koente mir gar keinen anderen Weg vorstellen mit meinen Pferden zusammen zu sein.
Ob taeglicher Umgang, Arbeit oder Spiel.
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Re: Natural Horsemanship

Beitragvon Vienna » 19. Apr 2010 21:12

Pony wurde nach Parelli Natural Horsemanship ausgebildet.
Ich reite ihn zwar nicht mehr wirklich nach Parelli, nutze aber die 7 Games noch und richte meine Bodenarbeit nach ihm aus (abgesehen von Zirkuslektionen etc...)
Früher habe ich leider das Longieren mehr als Circling Game gewertet, aber momentan sind wir auf den richtigen Weg, beides zu unterscheiden.
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